Jan Fleischhauer – Unter Linken

Eigentlich heißt das Buch noch „Von einem, der aus Versehen konservativ wurde“.

Fleischhauer ist in einem sozialdemokratischen Haushalt sozialisiert worden und wollte sich schließlich nicht mehr mit den in Stein gehauenen Mythen der reinen Lehre abfinden.

Seine Abrechnung ist teilweise brüllend komisch, nachdrücklich ohne wirklich verletzend zu werden und fasst das auf den Punkt zusammen, was weniger intelligenten Gemütern wie mir als gärender Gedankenbrei im Kopf herum geschwappt ist.

Linientreuen wird es bei der Lektüre zweifelsohne die Rosette zusammenziehen, aber ich finde, das muss man dann auch mal aushalten und wenn man das schafft, wird man auch in diesen Kreisen konzedieren müssen, dass an der Kritik ganz sicher etwas dran ist, zumal Fleischhauer in der Lage ist, jeden von ihm aufgegriffenen Gedanken auch ohne Rücksicht auf Verluste zu Ende zu artikulieren.

Mir als Aushilfsordoliberalem hat die Lektüre ein wirklich seltenes Lesevergnügen bereitet. Das Buch ist aus meiner Sicht ein absolutes – neudeutsches – „must have“.