Bernhard Schlink/Walter Popp – Selbs Justiz

Ich glaube, das ist der erste Band der Trilogie um den Mannheimer Privatdetektiv Selb, der im Buch mit der Aufklärung eines Hackerangriffs auf den Konzern seines alten Schulfreundes Korten und anschließend eines angeblichen Selbstmordes beauftragt wird.

Selb, fast siebzig, wird dabei auch mit seiner Nazivergangenheit konfrontiert.  

Das Buch ist schon älter und meines Wissens eines der ersten dieses Genres, das bewusst Lokalkolorit einbringt. Das Ganze spielt im Dreieck Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen und Ähnlich-keiten mit real existierenden Konzernen sind natürlich rein zufällig.

Die Auseinandersetzung mit der Nazizeit ist nicht aufdringlich, überhaupt ist das Ganze wie ich finde gut geschrieben mit einem Knallbonbon am Ende. Schlink ist auch mit „Der Vorleser“ bekannt geworden,