Helmut Schmidt – Außer Dienst

Ich weiß, ich begehe Vatermord, aber ich muss gestehen – ich habe mich stellenweise gelangweilt.

Die im Buch niedergelegten Einsichten, Erinnerungen und Reflektionen sind zweifelsohne über weite Strecken beeindruckend, inspirierend und fesselnd, aber manchmal eben auch nicht. Dieses „manchmal“ mag natürlich von Leser zu Leser unterschiedlich breit ausfallen (es ist aber zweifelsohne da), meines gehörte eher zur breiteren Kategorie.

Ich habe mir lange überlegt, woran das wohl liegen mag, denn ich könnte dem Mann stundenlang  bei Interviews oder Reportagen (über seine Person) im TV zusehen und zuhören.

Ich denke, das ist auch der Punkt –  der Mann ist faszinierend, man muss ihn aber auch SEHEN UND HÖREN, wenn er seine Gedanken, Erinnerungen und Einsichten ausbreitet, gelesen wirkt das – zumindest in diesem Werk – nicht so. Auf mich jedenfalls nicht. Schade.