C. W. Ceram – Götter, Gräber und Gelehrte

Ein absolutes Muss für jeden, der sich für die Geschichte weltberühmter Kulturen - Ägypten, Babylon, Kreta, Ninive, Sumer, Assur, die Kultur der Mayas, um nur einige zu nennen - interessiert.

Allein die Sprache ist etwas, das man heute oftmals vergeblich sucht. Archäologie ist in den Augen vieler Leute zweifelsohne ein Synonym für "staubtrocken", weshalb der Hauptverdienst dieses Buches sicher darin besteht, dass es auch dem Uneingeweihten leicht(er)en Zugang zur in Wirklichkeit ja fesselnden Materie ermöglicht wird und wie viele hervorragende Bücher Lust auf Mehr macht.

Man merkt natürlich, dass das Buch vor über 60 Jahren geschrieben wurde, aber mir haben Stil und Wortwahl sehr gefallen, auch wenn Ceram ersichtlich ein Kind seiner Zeit war.

Man begleitet den Autor oder besser die Ausgräber, die er oft selbst zu Wort kommen lässt, und es entsteht ein lebendiges Bild von dem, was sich dem Betrachter vor Ort darbot.  Champollion, Schliemann, Evans, Petrie, Winckelmann, Belzoni, Koldewey, natürlich Carter und Canarvon, Botta, Grotefend,  Woolley und ihre Entdeckungen werden  hier neben weiteren berühmten und bekannten Abenteurern, Entdeckern und Entdeckungen dargestellt.

Ausgesprochen gut fand ich auch, dass Ceram immer wieder einen Bezug nur Neuzeit herstellt und etwa an Hand der Erkenntnisse der Forschung über die Sumerer belegt, wie sehr mehrtausend Jahre alte Kulturen heute noch unser Leben beeinflussen.

Ich war begeistert. Wie gesagt ein Muss.