Auftaktspiel 11.6.2010!  Südafrika – Mexiko 1:1

Die Mexikaner kommen aus den Puschen wie die Feuerwehr. Ich glaube nicht, daß Bafana Bafana nervös ist, ich glaube schlicht, die Spieler sind alle taub.

Ich habe selbst eine Vuvuzelatröte und wenn ich das mit 90.000 multipliziere, dann weiß ich, dass Senor Aguirre „der Baske“ (für mich sieht der eher aus wie der Zorn Gottes) offensichtlich mit Oropax spielen lässt, der Kollege Parreira nicht. Ungeachtet dessen ist das ein echt flottes Spiel.

Ich werde Seppl Blatter mailen, dass Auftaktspiele, die angesichts ihres unwahrscheinlichen Unterhaltungswertes bisher ja nur von Aufsteigern in die dritte Buchhalterliga bestritten wurden, künftig nur noch von Mannschaften ausgetragen werden dürfen, für die Manndeckung ein Synonym für Sodomie ist. Ach ja, einen Elfer hätte Mechiko ra ra ra auf jeden Fall bekommen müssen.


Frankreich - Mexiko  2:0

Hier geht´s um Vieles, wenn nicht alles. Die Franzosen kommen mit wesentlich mehr Pfeffer im Hintern aus der Kabine als in dieser unsäglichen Nullnummer gegen Uruguay. Auch Ribery zeigt gute Ansätze, lässt dann aber wie der Rest stark nach. Es fehlt die Durchschlagskraft vorne,

Henry schmort auf der Bank, direkt neben seinem Trainer, der immer noch wirkt wie ein mehrfach abgemahnter Studienrat mit Nierensteinen.

Die Mexikaner ziehen ein flottes Spielchen auf und wirken erstaunlich ballsicher, nicht schlecht Senor Specht. Wie bisher erwähnt auch der heutige TV-Sprecher die Größe des mexikanischen Torwarts Perez (1,74 m) mindestens dreimal im Spiel.

Vielleicht kommt das daher, dass Perez so aussieht, als hätte er keinen Hals.

30 Minuten vor Schluss das 1:0 für Mexiko und Domenech macht immer noch keine Anstalten, Henry aufs Feld zu schicken. 

20 Minuten vor Schluss, Henry sitzt immer noch auf der Bank. Statt seiner ist ein Frischling namens Valbuena eingewechselt, der nach dem 2:0 für die Mexikaner nur durch ein grobes Foul auffällt.

Frankreich verliert 2:0 und Henry sowie Cissé sitzen immer noch draußen. Kennt man die Vorlieben unserer Nachbarn für blutige Revolten, sollte Domenech lieber auswandern oder erst gar nicht die Rückreise antreten. Obwohl - rechnerisch ist ja noch was drin.

 

 

Frankreich - Südafrika  1:2

Au revoir France und ein sinnloser, weil zu später Sieg der Hausherren! Das Beste am Spiel war noch das Kasperle-theater, das die Herren Parreira und Domenech nach dem Spiel aufführen. Parreira scheint nach dem von Domenech verweigerten Handschlag irgendwas zum kommenden französischen Ex-Trainer gesagt zu haben, jedenfalls schnauzen sich beide erkennbar an, eine Pilotsardine aus dem französischen Betreuerteam sekundiert dem Studienrat.


Ich bedauere das Ausscheiden der Südafrikaner, es ist immer schön, wenn man den Gastgeber auf kleiner Flamme gar hält, denn sonst stirbt unter Umständen die Stimmung. Es sei denn, morgen schösse Ghana die Teutonen aus dem Turnier und im Boulevard werden deshalb jetzt schon die Messer gewetzt.

Die FIFA befürchtet ein Desaster, wenn kein schwarz-afrikanisches Team mehr mitkickt und schickt deshalb ihren besten Mann fürs Grobe ins Rennen - einen Brasileiro, der wohl schon mal zwischen drei und acht Jahren abzusitzen hatte, wegen unkonventioneller Beeinflussung des Spielergebnisses. Die die ihn kennen am Amazonas, arbeiten mit beschreibenden Attributen, die ich hier nicht wiedergebe. Aber man wird sehen.


Was? Ach so, das Spiel.

Südafrika hat Chancen für vierzehn Spiele, macht aber nur zwei Tore, obwohl sie vier brauchen, nachdem Uruguay den Mexikanern einen eingeschenkt hat. Malouda nagelt den Sarg für die Kapkicker dann mit dem Anschlusstreffer zu. Die Zuschauer sehen traurig aus, aber wer Mama Africa kennt weiß, dass die in ner knappen halben Stunde schon wieder tanzen. Toller Kontinent trotz La-La-WM bisher!


Abschlusstabelle:

1. Uruguay  7

2. Mexiko  4

3. Südafrika  4

4. Frankreich  1