Elfenbeinküste – Portugal 0:0

Gähn.

Bis auf die Spaniels und die Brasilianer haben jetzt alle Favoriten gespielt und als Zwischenfazit kann man festhalten, dass in der Aufwärmrunde dieser WM nur magere Fußballkost gerade von den angeblich Großen abgeliefert wird. Bis auf Deutschland, das nach aktueller Auffassung von Arséne Wenger aber ohnehin nicht zu den Titelaspiranten zählt.

Man sieht kaum ein Aufrollen bis zur Grundlinie mit Rückpass. Sowohl die Afrikaner als auch die letztmaligen Viert- und aktuellem Drittplatzierten der FIFA-Rangliste haben sich im Spiel offensichtlich vorgenommen, insoweit nicht aus der Reihe zu tanzen. Das Spiel ist unheimlich langweilig, später wird noch der bisher verletzte Drogba eingewechselt, passt sich dem Spiel aber an.

Ronaldo hat zwar mal an den Pfosten gehämmert, aber ansonsten fällt er nur durch Gel, große Gesten und Fehlpässe auf.



Brasilien – Nordkorea 2:1

David gegen Goliath.

Die Brasilianer rennen anfangs zwar an, wirken dabei aber ziemlich fantasielos, keinerlei Hacke, Spitze, Cha Cha Cha , schade eigentlich.

Währenddessen hat man bei den volksrepublikanischen Koreanern den Eindruck, dass die etwa zwei Kilo spaltbares Material und 100 g fernzündbares C4 in der Hose verstaut bekamen, so wie die laufen, unglaublich (dick sind bei denen nur die Betreuer).

Sehr schön auch die bestellten Jubelchinesen auf der Tribüne (Landsleute ging nicht, die wären sofort bei der südkoreanischen Botschaft übern Zaun).

Man merkt, dass die koreanische Mannschaft relativ unerfahren ist, aber sie gibt ALLES, ist motiviert bis in die Haarspitzen, foult praktisch nie und scheint nicht den geringsten Respekt zu haben, imponierend.

Und den koreanischen Wayne Looney haben sie auch in ihren Reihen, der ein, zwei Mal Lucio zu schaffen macht.

Ein Sonntagsschuss mit naaa... genau Torwartfehler bricht den Widerstand der Koreaner. Danach ist es standesgemäß. Denkt man.

Zwei Minuten vor Schluss der Anschlusstreffer und wenn man Dungas Gesicht sieht, merkt man, dass den Sambas die Hose brennt. Hut ab, Korea.



Brasilien - Elfenbeinküste 3:1

Das kündigte sich als Leckerbissen an, aber "die Ivorer" entpuppen sich für mich bisher als eindeutig überschätzt.

Die Brasilianer spielen mit nur sehr wenig Glanz, aber der Erfolg gibt Dunga recht. Europäische Effektivität und süd- amerikanischen Samba (Spartakus-Version) hat er ihnen angenagelt wie der Schönheitsdoc Pamela Anderson die Silikonmöpse. So kann man Weltmeister werden.

Ein Durchmarsch ist es bislang aber nicht, watch out for da Portuguese, die die aufgeladenen Kim Yong Il - Robots mit 7:0 nach Hause gebombt haben, trotz Ladehemmung bei "Master-Mörser" Ronaldo, der nur einen reingetan hat, nachdem ihm der Ball mehr zufällig zuvor über den Rücken und die Fetthaube ganz oben gerollt war.


Abschlusstabelle:

1. Brasilien  7

2. Portugal  5

3. Elfenbeinküste  4

4. Nordkorea  0