Jonathan Safran Foer – Alles ist erleuchtet

Ein wunderbares Buch!

Oder ist ein Buch nicht wunderbar, in dem man Sätze findet wie den folgenden:"...Jede Nacht zählt Jankel, bevor er sie zu Bett bringt, ihre Rippen, als könnte eine davon im Lauf des Tages verschwunden und Saat und Nährboden für einen neuen Gefährten geworden sein, der sie ihm stehlen wird...".

Ein jüdischer US-Amerikaner begibt sich auf die Suche  nach der Frau, die seinem Großvater während des Holocaust das Leben rettete, in die Ukraine und benötigt vor Ort natürlich einen Schlattenschammes, der ihm hilft, ihn begleitet, ihn fährt und für ihn übersetzt.Das ist ein Job für Alexander, genannt Schapka, seinen Großvater und den ungezogenem Hund Sammy Davis jr. jr..

Das Buch ist über mehrere Erzählebenen aufgezogen, in der Jetzt-Zeit fungiert Alexander als Ich-Erzähler in einem wirklich drolligen Pidgin-Deutsch, was den Übersetzer Dirk van Gunsteren sicher vor größere Herausforderungen gestellt hat. 

Das Buch ist sprachlich wunderbar, lustig, melancholisch, tiefgründig, ein Schmöker alter Güte und führt in meinerpersönlichen Rangliste die Tradition etwa eines T.C. Boyle fort. Schön.