Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck am 28.4.2011 über den SPD-Kandidaten für die anstehende OB-Wahl in Brandenburg an der Havel: Norbert Langerwisch ist eine gute Wahl für Brandenburg. Als Bürgermeister und als Polizist hat er seine Heimatstadt mitgestaltet und viel bewegt.

Dazu muss man wissen, dass Langerwisch bereits 2003 angetreten und der CDU-Kandidatin unterlegen war. Nach der Wahl fand man bei einem Drogendealer Hunderte Blanko-Wahlzettel, ein eher ungewöhnlicher Fund bei dieser Spezies.

Langerwisch geriet in Verdacht und stritt ab, den Drogendealer zu kennen, musste das dann später angesichts der Beweislage doch einräumen. Weiteres konnte man nicht nachweisen, also hat der Mann insoweit als unschuldig zu gelten, auch wenn die Sache meiner Meinung nach ausgesprochen schlecht riecht.

Angeblich soll Platzeck versucht haben, die jetzige Kandidatur Langerwischs zu verhindern, als er damit nicht durchdrang kam es zu obiger Hymne. Nun ja.

Jetzt kam auch noch heraus, dass Langerwisch eine Stasi-Akte hat. Die Jahn-Behörde veröffentlichte deren Inhalt, in der es u. a. heißt, Langerwisch sei "aufgeschlossen und habe „keine Vorbehalte, sich zu Interna zu äußern. Weinbrand bekam er von den Schnüfflern auch geschenkt.

Langerwisch erklärt das mit "lebhafter Fantasie" eines Stasi-Offiziers, konnte aber nicht verhindern, dass er bei den Jahn-Boyz jetzt als IM geführt wird. Mal sehen wie die Wahl ausgeht.

Völlig unverständlich sind allerdings dann die Äußerungen von MP Platzeck, dem das ja alles bekannt gewesen ist. Man erinnert sich noch mit einem gewissen Widerwillen an sein tete-a-tete mit der  dunkelroten Schnüffel-Kaiserin und fragt sich, ob der Mann noch Herr im eigenen Haus ist.

Nicht glücklich dürfte dabei übrigens auch sein, dass Brandenburg an der Havel auch noch der Wahlbezirk von Frank-Walter Steinmeier ist. Geäußert hat er sich bisher nicht.

5.5.2011




Entwickelt sich Brandenburg allmählich zur Stasi-Kloake? In Brandenburgs Justiz sind deutlich mehr stasi-belastete Mitarbeiter beschäftigt als bislang bekannt.

Justizminister Volkmar Schöneburg: 152 Beschäftigte des Justizministerium (darunter 13 Richter und ein Staatsanwalt) haben eine Stasi-Vergangenheit.

Damit hat sich binnen der letzten zwei Monate die Zahl der bekannt gewordenen Fälle fast verdoppelt.

Der Brandenburger Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg: Mit dieser Zahl hätte ich nicht gerechnet und der Chef des Deutschen Richterbundes in Brandenburg Matthias Deller: Die Zahl ist erstaunlich

Was jetzt zu tun ist, sagte aber niemand.

Wird wahrscheinlich schwer, sind sicher überwiegend Beamte auf Lebenszeit, anders als ihre damaligen Opfer.

Schöneburg (Die Linke) lehnt übrigens eine (weitere?) Überprüfung speziell der Richter weiter ab, eine Regelüberprüfung für den öffentlichen Dienst ist in Brandenburg unbekannt.

Von einem Eisberg sieht man übrigens auch nur das, was über die Wasserlinie ragt. Zumindest so lange, bis man ihn rammt und untergeht. To be continued.

5.5.2011

 



Vor einigen Tagen hat es einen Brandanschlag auf Kabelleitungen der Bahn in Berlin gegeben und es liegt ein Bekennerschreiben („Kurz.Schluß“) linksautonomer Gruppierungen vor, das die Polizei für echt hält.

Durch den Anschlag wurden Starkstromkabel für die S-Bahn, Leitungen zur Signalsteuerung und Internetverbindungen beschädigt und fielen aus. Ich halte das für bedenklich.

Die Bekämpfung linksautonomer Gewalt kommt im Weltbild einiger politischer Mandatsträger überhaupt nicht (mehr) vor und Prügeleien mit Polizisten regen mittlerweile auch schon niemanden mehr auf.

Hier aber ist eine Grenze überschritten, da direkt die Infrastruktur eines Gemeinwesens angegriffen wurde angeblich im Namen des Protestes „gegen Atom und Militarismus“.

Herr Trittin spricht von „Idioten“ und verkennt mal wieder die Dimension des Problems, denn nach Brandanschlägen auf Personen und danach Polizeiwachen vergangenes Jahr stellt der jetzige Anschlag die logische Fortführung eines Konzepts dar. Ansonsten Schweigen im Walde, keine Betroffenheits-adressen oder gar Distanzierung. Typisch für das derzeitige Klima in diesem Land.

25.5.2011

 



Wer es bei diesem Verbalmüll in grauenhaftem Deutsch vergessen haben sollte - "Pax Europa", eine Vereinigung, die man sicher ablehnen kann, hatte für ihre Veranstaltung am 2.6.2011 eine Genehmigung.

Interessiert die linke Mischpoke nicht, denn wer reden darf (und was) bestimmen natürlich immer noch die.

Michael Schlecht ist übrigens Bundestagsabgeordneter der Linken und ich kann keine Distanzierung von dieser massiven Aggression gegen Polizeibeamte und der ebenso massiven Verletzung des grundgesetzlich geschützten Versammlungsrechts erkennen.

Der Vergleich linksautonomer "Antifas" mit der SA wird jeden Tag nachvollziehbarer.  Ich plädiere dafür, das "Anti" ganz zu streichen.

Noch ein Beispiel gefällig?

Am 20.6.2011 kam es ebenfalls in Stuttgart an der S 21 - Baustelle am Bahnhof wieder zu Gewaltorgien, bei denen mehrere Polizisten nach Zündung eines selbstfabrizierten TNT-Böllers ein Knalltrauma erlitten und ein Zivilbeamter derart misshandelt wurde, dass er mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus liegt.

Höhnischer Kommentar der sog. "Parkschützer": "Die rund 1000 Demonstranten haben in gelöster Feierabendstimmung ein Stück ihrer Stadt wieder in Besitz genommen."

21.6.2011

 

 

Die "Junge Welt", Hauspostille der "Linken", hat am 13.8.2011 einen wunderbaren Coup gelandet. Zum 60. Jahrestag des Mauerbaus hat man mit folgendem Artikel aufgemacht:

              

Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke

für 28 Jahre Friedenssicherung in Europa

für 28 Jahre ohne Beteiligung deutscher Soldaten an Kriegseinsätzen

für 28 Jahre ohne Hartz IV und Erwerbslosigkeit

für 28 Jahre ohne Obdachlosigkeit, Suppenküchen und »Tafeln«

für 28 Jahre Versorgung mit Krippen- und Kindergartenplätzen

für 28 Jahre ohne Neonaziplakate »GAS geben« in der deutschen Hauptstadt

für 28 Jahre Geschichtswissenschaft statt Guidoknoppgeschichtchen

für 28 Jahre Club Cola und FKK

für 28 Jahre ohne Hedgefonds und Private-Equity-Heuschrecken

für 28 Jahre ohne Praxisgebühr und Zwei-Klassen-Medizin

für 28 Jahre Hohenschönhausen ohne Hubertus Knabe

für 28 Jahre munteren Sex ohne »Feuchtgebiete« und Bild-Fachwissen

für 28 Jahre Bildung für alle


Soll das witzig sein?

Wie mag das wohl auf Frau Gueffroy wirken?

16.8.2011

Nachtrag 22.8.2011:  Man liest jetzt viel von "Boykott" gegen die "Junge Welt".

Ich halte überhaupt nichts davon.

Natürlich ist die Redaktion so ziemlich das Letzte, aber wer in anderen Fällen die Meinungsfreiheit hochhält und die Grenzen bei strafbarer Betätigung zieht, der muss das auch hier so halten.

Egal was er über diesen ekelhaften Müll denkt.

 

 


Vera Lengsfelds Statement zur neuerlichen Klagedrohung von Gregor Gysi gegen dieAusstrahlung der hochinteressanten Sendung "Die Akte Gysi".

26.10.2011