Ich habe vorhin nach langer Überlegung die Petition gegen die bekannten Neuregelungen im baden-württembergischen Bildungsplan 2015 unterzeichnet, auch wenn ich nicht mit jeder Überlegung dort einverstanden bin.
Grund: Ich halte Homosexualität & friends nicht für ein auch noch fächerübergreifendes Bildungsziel. 

Der aktuelle Bildungsplan stammt aus 2004 und regelt u.a. den Sexualkundeunterricht.

Lässt sich alles nachlesen.

Mir ist nicht klar, warum man Homosexualität und alle anderen dort genannten Spielarten sexueller Ausrichtung zu einem eigenen und fächerübergreifenden Bildungsziel erklären muss, anstatt die sexuelle Orientierung in den bereits implementierten Sexualkundeunterricht zu integrieren. Die Schulen haben hierfür auch einen eigenen Spielraum, um beispielsweise auf besondere Verhältnisse reagieren zu können, das regelt der aktuelle Bildungsplan 2004 auch ausdrücklich.. 

Das ließe sich meines Erachtens ohne Probleme sozialverträglich und mit gleichem Ergebnis bewerkstelligen und wäre auch zeit- und sachgerecht, denn diese Gesellschaft entwickelt sich weiter. 
Es besteht kein Zweifel, dass auch bei gleichgeschlechtlicher Liebe Aufklärungsdefizite bestehen, die sich auf diese Weise abbauen lassen, gegen Diskriminierung Homo- oder Transsexueller muss konsequent vorgegangen werden.

Nichts anderes gälte m.E. aber auch bei der Integration Behinderter oder anderer Bereiche, warum also verpflichtend Homosexualität? Warum diese faktische Privilegierung?

Mich stört gleichzeitig, dass mit einem verpflichtenden Bildungsziel Homosexualität auch mein Recht als Elternteil auf Einschätzung, was ich wann mit meinem Kind bespreche und was ich zurückstelle, nachhaltig beschnitten wird zu Gunsten eines alles andere aus dem Weg räumenden staatlichen Erziehungsprimats, den ich in dieser Form ablehne.

Für besonders abstoßend halte ich aber, dass umgehend nach Installation der Petition im Netz jeder, der unterzeichnet hat oder Sympathie äußert, sofort als "dumpf" oder "homophob" beschimpft wird. 

Die Initiatoren des neuen Bildungsplanes - die Grünen - sprechen von einem "erschütternden Maß an Homo- und Transphobie“, die Petition sei "massiv intolerant" und "unterste Schublade" (eine Diktion, die ihrerseits schon zur Unterzeichnung nötigen sollte) und diskreditieren mit einem Federstrich knapp 70.000 Bürger dieses Bundeslandes. 
Sollen das die Leute sein, denen es angeblich nur um die Harmonisierung und Befriedung dieser Gesellschaft geht, die Toleranz und diskriminierungs- und konfliktfreies Miteinander predigen?

Ich habe unabhängig von der Sache jedenfalls nicht vor, mir von diesen Leuten den Mund verbieten zu lassen.

9.1.2014


PS 26.1.2014: Birgit Kelle hat das Thema in diesem Artikel für die "Junge Freiheit" auch aufgespießt und weist zu recht auf die Trias Toleranz, Akzeptanz, Respekt hin. Toleranz ja, Akzeptanz und Respekt nicht notwendig. Mehr könne man auch nicht fordern und das stimmt.



Was man schon ahnte, aber gleichwohl nicht für möglich hielt ist Tatsache - Verkehrsminister Hermann hat ein für Stuttgart 21 günstiges Gutachten einfach unter Verschluss gehalten. Die Karlsruher Verkehrsplaner von TV halten den Durchgangsbahnhof bei der heutigen Belastung für besser, erst recht aber bei gestiegener Passagierzahl. Wenn man aus dogmatischer Betonköpfigkeit aber nur ein Ergebnis akzeptiert, das einem auch genehm ist, dann muss man halt so vrogehen wie der Herr Minister. Ich freue mich schon drauf, wenn man wieder "Mauschelei" und "Vertuschung" trötet ins schwarze Loch.

12.3.2014



Außer Spesen nichts gewesen, beim Bildungsplan bewegt sich die Regierung nicht.

29.3.2014



Baden-württembergische Gemeinschaftsschule = Totalschaden. Und wieder sind die Kinder die Versuchskarnickel.

17.8.2015



VS – Verschlusssache
Als Bürger Villingen-Schwenningens würde ich mich bei meinem Landesvater und seinem Finanzminister bedanken. Man sei dort „mit militärischen Waffen auf Asylsuchende losgegangen“, stellte beispielsweise Ministerpräsident Kretschmann fest.
Minister Schmid spannte den Bogen noch weiter, der Anschlag sei das letzte Glied in einer Kette gleicher oder ähnlicher Vorkommnisse und es habe „viel mit der Hetze und dem Klima von Hass und Gewalt zu tun, das die AfD im Land verbreitet“.
Die im Wesentlichen gleichlautenden Erklärungen von Bundespolitikern spare ich mir.
Wie wir mittlerweile wissen, ist ein fremdenfeindlicher Hintergrund des Handgranatenwurfs in Villingen-Schwenningen explizit ausgeschlossen, hier hatten sich zwei Sicherheitsfirmen eine Debatte in der Form geliefert, die in diesen Kreisen wohl üblich ist.
Das ändert nichts an der Tatsache, dass alles getan werden muss, um die offensichtlich zunehmenden Attacken auf Immigranten und ihre Behausungen zu verhindern und soweit geschehen, mit allen Mitteln zu verfolgen und auch gesellschaftlich zu ächten. Terror gegen Menschen ist absolut unmöglich.
Das Ganze gibt aber auch zu denken.
Zurückgerudert ist niemand, entschuldigt hat sich auch keiner der Herren dafür, dass man wie sich zeigt, vorschnelle und wahrheitswidrige Unterstellungen an die Adresse der eigenen Bevölkerung geäußert hat.
Das wäre aber dringend notwendig gewesen um glaubwürdig zu bleiben.
Ich denke, zumindest Kretschmann und Schmid hätten allseits offene Türen eingerannt, wenn sie erklärt hätten, sie seien über das Ziel hinausgeschossen, der Fall zeige, wie wichtig es sei, die dritte Gewalt im Lande ihre Arbeit machen zu lassen, ehe eine der beiden anderen sich zum Geschehen äußere, vom Grundsatz in dubio pro reo mal ganz abgesehen.
Das haben sie nicht getan.
Von einem Herrn Maas erwarte ich mittlerweile nichts anderes mehr, von den baden-württembergischen Landespolitikern bin ich enttäuscht.
Sie werden sagen, sie befänden sich im Wahlkampf, aber geht das wirklich mit den Anforderungen speziell eines Ministerpräsidenten und seiner Pflicht zur Moderation, zum Ausgleich zusammen, zumal eines Ministerpräsidenten, den auch die Erwartung ins Amt gebracht hat, er stehe für Integrität und Seriosität, es sei vorerst mal Schluss mit dem schwarzen Filz?
Denken wir daran – die von Herrn Schmid zitierte AfD ist weder verboten noch auch nur Ziel einer Observation durch den Verfassungsschutz, weil der dafür schlicht keine Anhaltspunkte hat.
Man kann zur AfD stehen wie man will, es gilt aber auch in dieser von Stuttgart aus angeheizten Stimmung der wohl auf Voltaire zurückgehende Grundsatz, man sei mit der Meinung des Anderen zwar nicht einverstanden, lehne sie sogar kategorisch ab, es müsse aber alles dafür getan werden, dass er sie ohne Furcht vor persönlichen Folgen sagen darf.
Die baden-württembergische Politikavantgarde hat demgegenüber vorschnell und wahrheitswidrig Öl ins Feuer gegossen und nicht nur bar jeder Kenntnis einen Generalverdacht geäußert, sondern auch eine mit ihr im Wahlkampf konkurrierende demokratisch legitimierte Partei beschuldigt, geistiger Urheber dieser Tat zu sein, deren Spitzenkandidat an der Hochschule in Kehl den Verwaltungsnachwuchs ausbildet.
Und sie hat einen mittlerweile nicht unbeträchtlichen Teil gerade auch aus der Mitte der Gesellschaft beschuldigt, direkt oder indirekt solche Taten zu unterstützen oder zu billigen.
Dieser Teil ist übrigens der, der das Heer der Freiwilligen stellt und brav die Milliarden abdrückt, die zur Bewältigung des Zustroms vonnöten sind.
Gefragt hat man diese Leute, ob sie diese Politik bzw. deren Folgen wollen aber nie.
Ich verstehe daher auch, dass sie hausieren gehen müssen, weil man bei den etablierten Kräften in diesem Land zwar gern das Engagement und den Bimbes entgegennimmt, für die Beantwortung von Fragen aber keine Zeit, keine Lust und keine Veranlassung hat und stattdessen die Tür mit einem Kraftausdruck vor der Nase zuschlägt.
Nur Geistesschwache halten die mittlerweile einsetzende bürgerliche Trotzreaktion für eine Rückkehr zum nationalsozialistischen Denken, von ihrer Geschichtsvergessenheit, mit der sie bei solchen Vergleichen u.a. auf die Gräber von sechs Millionen Juden pinkeln, mal ganz abgesehen.
Die wirklichen rechtsradikalen Asis schließe ich natürlich auch hier aus, denen ist nicht zu helfen.
Die Stuttgarter Herren können sich übrigens auch nicht darauf berufen, da sei ihnen eben etwas rausgerutscht.
Wir erinnern uns zu gut an den angeblichen fremdenfeindlichen Mord im Schwimmbad in Sebnitz, der sich als Herzanfall herausstellte, gleichwohl durch die vorschnellen Reaktionen aus Politik und Medien eine ganze Stadt in Verruf brachte. Wir erinnern uns nur zu gut an den Schröder´schen „Aufstand der Anständigen“, der ausgelöst werden sollte nach einem angeblich rechtsradikalen antisemitisch motivierten Überfall in Düsseldorf, der wie sie dann erwies von drei Muslimen begangen worden war.
Man hätte also gewarnt sein müssen.
Gleichzeitig schweigt das politische Stuttgart aber zu teils brutalen Überfällen auf Politiker und Wahlhelfer dieses politischen Gegners. In einem Fall soll es zu einem Schußwaffeneinsatz gekommen sein, ob das stimmt, weiß ich nicht.
Ehrlich gesagt stockt mir der Atem bei einer derartigen Heuchelei. Wo um Himmels Willen soll/wird das enden?
Legte man nämlich die Schmid´schen Kriterien an Äußerungen an, die sich ihrerseits kritisch mit der Einwanderungspolitik des Landes befassen, dann würde das in etwa so lauten:“ Bundeskanzlerin Merkel ist durch ihre Politik schuld an den Vergewaltigungen von Frauen und Kindern in Asylunterkünften und sie ist schuld an den Toten im Mittelmeer. Hätte sie anders entschieden, wäre es dazu nicht gekommen“.
Will man die Diskussion auf diesem Niveau?
Schaut man nach Stuttgart, scheint es so, wie gesagt, es gab keinen verbalen Rückzieher.
Ich denke, es ist höchste Zeit, dass sich die, denen die Macht anvertraut ist, an die Verantwortung erinnern, die mit der Macht verknüpft ist. Sie sind vorleistungspflichtig, weil sie kraft der mit der Macht einhergehenden Autorität das Klima in diesem Land maßgeblich beeinflussen.
Wer einerseits demagogische, vorschnelle und wie sich zeigt inhaltlich falsche Sprüche klopft, Gesinnungs- statt Verantwortungsethik vertritt und die Pauschalisierung betreibt, die man sich vice versa dringendst verbittet, andererseits da schweigt, wo es den politischen Gegner trifft, kann sich keinesfalls darauf berufen, er betreibe ja nur Wahlkampf.
Dieser Rahmen ist bei den sich im Land aufschaukelnden Wogen verlassen.
Mir ist in dem Moment auch egal, welcher Partei dieser Politiker angehört, hier geht´s ums Ganze.
Nein, dieser Politiker ist ein jemand, der sich dem konkreten Verdacht aussetzt, bewusst und nur im eigenen Interesse den einen Teil der Bevölkerung gegen den anderen aufzubringen und genau das zu betreiben, was er vorgibt zu bekämpfen – Hetze.

21.2.2016


Wenn´s der guten Sache dient, greifen die BW-Grünen gerne auch mal zu Mitteln des Stalinismus´ oder Stürmer. 

21.2.2016


Schwarz auf weiß oder besser Grün auf Rot - der IQB-Bildungstest 2015 stellt einen massiven Absturz der Leistungsfähigkeit baden-württembergischer Schüler fest. Indirekte Ursache die Gemeinschaftsschule, die zum Goldenen Kalb erhoben wurde. Gymnasien und übrige Schulen des mehrgliedrigen Systems wurden ausgetrocknet, finanziell, personell und beim Status. Die Folgen zeigen sich jetzt, von Spitzenplätzen der Absturz ins Mittelfeld und bei der Kompetenz Zuhörten sogar der drittletzte Platz. Schüler mal wieder als Versuchskarnickel.
29.10.2016