Alain - Mars oder die Psychologie des Krieges

"Alain" war der Pseudonym des französischen Schriftstellers Emile Chartier, der mit dem Werk seine Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg in Buchform goss.

Alain greift sich verschiedene Themenschwerpunkte (Wesen des Krieges, Subordination des Einzelnen beim Militär, Struktur einer Armee, Selbstverständnis des Offizierskorps, Masse, Patriotismus, Mut etc.) heraus und handelt sie in kürzeren Essays ab, was beeindruckend ist.

Man merkt dem Buch natürlich die Jahre an und häufig sticht auch die linke, in Pazifismus gehüllte Gesinnung des Autors heraus, was angesichts der Erfahrungen und aus der Zeit heraus aber nur zu verständlich ist.

Vieles hat aber als allgemeingültig zu gelten und kann 1:1 auf heutige Verhältnisse übertragen werden. 

Kein Buch, das man sich wegen aktuellen Lesebedarfs anschafft. Ich habe mir die Taschebuchausgabe vor vielen Jahren "auf Vorrat" gekauft, als ich darüber gestolpert bin, sehr zum mutmaßlichen Leidwesen des Autors auf einem literarischen Grabbeltisch.