So, ich bin in die Lektüre eingestiegen, zwar noch nicht weit, weil man wirklich konzentriert bei der Sache bleiben muss, zumindest geistige Flachpass-Spieler wie ich, und das anstrengend ist.

Ich finde das Buch bisher sogar hochinteressant, Sarrazin rollt die Währungsgeschichte seit Kriegsende auf, angefangen bei der Währungsordnung von Bretton Woods mit vorgegebenen stabilen Wechselkursen.

Auffällig ist und das hätte eigentlich allen Kritikern auffallen müssen (wenn sie denn das Buch gelesen hätten), dass Sarrazin die Erklärung vor die Klammer zieht, es gebe kein "wahr" oder "unwahr", kein "falsch" oder richtig", es gebe darüberhianus durchaus ernstzunehmende Stimmen, die da sagten Ökonomie sei gar keine richtige Wissenschaft, was erklärbar machen würde, weshalb über ein und dieselbe Sache zwei Nobelpreisträger sich diametral gegenüberstehende Auffassungen darüber haben können, was nun geboten ist und was nicht.

Sarrazin erklärt auch ausdrücklich, er sei nicht im Besitz des Steins der Weisen, was bedeutet, dass er nur seine Meinung äußert, aber das scheint wie mehrfach erwähnt hierzulande schon zuviel zu sein.

Egal, ich freue mich auf das Buch und deshalb ist dieser Artikel von Ulrich Exner mehr als verachtenswert und eines seriösen Journalisten unwürdig.