Die bizarren Äußerungen von Präsident Obama zum erschossenen Trayvon Martin und die damit verbundene Einmischung einer der Gewalten in den Zuständigkeits-bereich einer anderen gingen mir schon mächtig auf die Nüsse.

George Zimmerman ist freigesprochen, Punkt, sonst heißt es auch immer, man müsse Urteile respektieren, auch wenn sie einem nicht gefallen.

Wenn man ihn vor ein Bundesgericht zerren kann wegen der Verletzung von Bürgerrechten, bitteschön, aber ansonsten lasst ihr Zimmerman in Ruhe, er ist freigesprochen.

Auch die offen beklagte Unterdrückung durch Weiße, die der Fall angeblich zeige, ist angesichts eines schwarzen Präsidenten, eines schwarzen Justizministers und schwarzer Stadtoberhäupter soweit von mir beurteilbar Panne, jedenfalls wenn der Zimmerman/Martin-Fall zum Nachweis dienen soll. Zimmermans Vater stammt übrigens aus Südamerika, weiß ist etwas anderes.

Offensichtlich sieht das auch der New Yorker Reverend James Manning – wohlgemerkt ein Schwarzer – genauso und stellt sich damit gegen die schwarzen Scharfmacher wie die Herren Reverends Jesse Jackson und Al Sharpton. Jackson kommt mir mittlerweile ohnehin vor wie der amerikanische Mazyek.

In Mannings Predigt, die auf youtube ein Renner zu werden scheint,  brüllt er jedenfalls seine schwarze Herde an, sie sehe „die Welt nicht durch die Augen von Jesus, sondern durch eure schwarzen Augen. Ihr seid schwarz, bevor ihr Christen seid. Wie würdet ihr wohl reagieren, wenn ihr in einem Fahrstuhl einem 17jährigen Schwarzen mit Kapuzenpulli begegnen würdet, die dafür bekannt sind, zu morden und zu vergewaltigen? Zimmerman hat sich nur gegen einen solchen Jungen der zudem unter Drogen stand, verteidigt. Aber das werdet ihr nie so sehen, weil ihr schwarz seid. Euer Schwarzsein ist euch mehr wert als eure Religion“.

Wow. Ich bin übrigens auch der Meinung, dass Trayvon Martin nach allem was man über den Fall liest nicht als Rosa Parks- oder Martin Luther King-Nachfolger taugt, so traurig es ist, dass er sterben musste. Die jetzt gezielt betriebene Spaltung der amerikanischen Gesellschaft tötet ihn allerdings noch einmal. 

3.8.2013




Die Zschäpe-Verteidigerin Anja Sturm hat die Kanzlei Weimann & Meyer verlassen, nicht freiwillig wie man liest, eher nach der Methode "gegangen worden". Offensichtlich befürchtete man nach der Übernahme des Zschäpe-Mandates Schaden  für die eigene Reputation. Diese Reputation sah man allerdings nicht in Gefahr, als man die Verteidigung von Onur U., dem mutmaßlichen Alexanderplatz-Killer übernahm. Über Geschmack lässt sich aber bekanntlich nicht streiten.

5.8.2013






Jetzt habe ich bei Gott schon zwei Mal versucht, den Film "Inglorious Basterds" ganz anzuschauen (habe gerade Urlaub) und bin zwei Mal jämmerlich gescheitert.
Der Film ist einfach zu beschissen.
Ich fragte mich von Minute zu Minute mehr, was das Ganze eigentlich soll? 
Mittlerweile ist mir klar, dass Herr Tarantino mal wieder eine seiner Obessionen aufarbeitete, aber muss er mich damit belästigen?

Der einzige ausgefeilte Charakter in diesem Schrott ist der SS-Mann Landa und ich bin mir sicher, dass Herr T. sich an diesem Schergen im Hinblick auf seine eigenen sadistischen Neigungen abgearbeitet hat.
Ich meine, Landa darf ja nun im besetzten Frankreich schlichtweg alles tun, was einem zünftigen Psychopathen in den Sinn kommt und ich befürchte, das ist auch das, was im Fundus der T.´schen Seele lauert, heult und an den Ketten zerrt.

Die übrigen Charaktere, sofern man diesen Begriff gebrauchen will, sind flach und bekloppte Kintopp-Chargen, ganz vorne Brad Pitt, der sicher einen Physiotherapeuten benötigte, um seine Gesichtszüge wieder in Ordnung zu bringen.
Nö, das Affentheater um diesen Film habe ich nie begriffen, jedenfalls nicht, nachdem ich ihn gesehen habe.
Neben "Die fetten Jahre sind vorbei" mein Favorit für die goldene Gurke.


28.8.2013 


Bulletin der Abteilung "Fürsorge wird klar überbewertet":

Die Bundeswehr hat sich für ihr Heer was gegönnt und zwar neue Hubschrauber. 
NH 90 heißen die und sie werden auch schon in Afghanistan eingesetzt und zwar im Teutonenduo.

Ein NH 90 wird als fliegendes Lazarett eingesetzt, der zweite Hubschrauber dient als Sicherung, denn dort wo Soldaten ausgeflogen werden müssen, wird oft scharf geschossen. 

Überraschend und völlig unerwartet hat sich gezeigt, dass die bordeigene Flinte des Begleitfliegers viel zu klein ausgefallen ist und man den ganzen Vogel so dicht an den Feind bringen muss, dass man selbst ein erhebliches Risiko eingeht.

Diese fliegenden Computer sind mir egal, Material ließe sich ersetzen, ich denke nur an die Leute, die sich an Bord befinden und auf dem Weg in den Einsatz Gelegenheit haben, über die Leute nachzudenken, die sie mit diesen Dingern wissentlich und willentlich in Gefahr bringen.

Damit aber noch nicht genug. 

Nach jahrelanger akribischer Prüfung hat man sich schließlich für Sitze im NH 90 entschieden, die eine Tragkraft von 110 kg haben und damit problemlos in der Lage wäre, den Urheber dieser Zeilen im kleinen Bieranzug einmal um die Welt zu tragen.

Was man aber schlicht übersehen hatte war der Umstand, dass voll aufgerödelte Soldaten bis 130 kg auf die Waage bringen, weshalb jederzeit die Möglichkeit besteht, mitsamt dem geborstenen Sitz im Hubschrauber herumzukugeln und/oder über Bord zu gehen.

Blöd jetzt und da man ja was machen muss, hat man den Sitzen mittels Tagesbefehl zu verstehen gegeben, dass sie ab sofort bis 150 kg Last aushalten müssen.

Und eine weitere gute Nachricht: Man werde die Sitze austauschen und man sei zuversichtlich, bis 2018 (kein Schreibfehler) mit der Materialprüfung durch zu sein, was ja einen Rückschluss zulässt, wie lange man an den 110 kg-Sitzmöbeln gefeilt und getüftelt hat.

So, das war´s aber noch nicht.

Die Marine wiederum verfügt über Hubschrauber, die man nur noch mit Daumendrücken und den Gebeten etwa eines LimBimbesburger Leihbischofs vom Boden bringt. 

Sea King heißen diese Dinger und sind etwa 40 Jahre alt, Kosten pro Flugstunden 26.000,00 Euro.

Ersatz steht aber an und zwar in Gestalt der Sea Lions, der maritimen Version des NH 90.

Von diesen Vögeln muss man sich beim sog. Boarding, also der Kaperung eines Schiffs von oben zu Überprüfungs- oder Befreiungszwecken abseilen. 

Wenn man als voll aufgerödelter Soldat (s.o. 130 kg) - dann hoffentlich immer noch auf seinem Möbel (s.o. 110 kg) sitzend endlich beim Boardingobjekt ankommt, tut sich gleich das nächste Problem auf.

Insbesondere bei potentiell widerborstigen Schiffsbesatzungen muss man sich mit dem ganzen Geraffel abseilen und das geht dann auf eigenes Risiko, denn auch der seitlich am Hubschrauber angebrachte Galgen inklusive Seil verträgt nur eine Gesamtbelastung von 110 kg, so dass jederzeit die Möglichkeit besteht, wie ein Meteor auf dem Schiffsdeck aufzuschlagen.

Die Kosten pro Einsatzstunde betragen auch hier ca. 26.000,00 Euro, weil der Vogel pro Tag an Bord vier Stunden gewartet werden muss, weil er anfällig ist. Auch das zieht u.a. manpower an Bord ab und beeinträchtigt die Einsatzfähigkeit des ganzen Schiffes, zumal der kariös bezahnte Sea Lion wesentliche Zeiträume nicht zu Verteidigungszwecken zur Verfügung steht. 

Berücksichtigt man dann noch, dass die Neubeschaffung des Marine-hubschaubers seinerzeit weltweit ausgeschrieben worden ist, das deutsch-amerikanische Konsortium Sikorsky klar die Nase vorne hatte, der Sea Lion bei dieser Ausschreibung grandios durchgefallen war, die Ausschreibung plötzlich fallen gelassen und dann später überraschend ein Deal mit Eurocopter über die Beschaffung von nun auch noch wesentlich abgespeckten NH 90 - ohne neue Ausschreibung - getroffen wurde, dann weiß man, dass hier Industriepolitik gemacht worden sein dürfte, auf deren Prioritätenliste sicher viel von Arbeitsplätzen und Kohle, aber ganz wenig von Sicherheit für die Soldaten die Rede war.

Ich sehe schon die tieftraurigen Politikergesichter und höre die Betroffenheitsfloskeln, wenn der erste NH 90 abgeschossen wurde, Soldatensärge inklusive.

Manche Dinge ändern sich wohl nie.

P.S. Wer´s nicht glaubt - heute in der FAS nachschauen. Ist amtlich.

27.10.2013



Jorgen Randers ist meiner Meinung nach ein gefährlicher Mann. Er hat jüngst das Buch „2052. Eine globale Prognose für die nächsten vierzig Jahre“ veröffentlicht und in der Folge auch der Jungen Freiheit ein Interview gegeben.

Randers verfolgt primär in Klimadingen das Prinzip „der gute Diktator“ und meint damit die Installation einer „supranationalen Institution“, die „von kurzfristigen Zwängen unbehelligt handeln können“ müsse. Kurzfristige Zwänge „etwa in Gestalt von Wählern mit einem kurzfristigen Horizont“ und da merkt man gleich, wohin die Reise mit dem guten Herrn Randers gehen soll.

Klimaziele müssten langfristig organisiert werden und da störe die Demokratie nur, weshalb er auf die Frage, ob er insoweit für die Abschaffung der Demokratie und die Einführung einer Diktatur sei, ganz offen meinte, „in dieser einen Frage, ja“. Im Übrigen mache „man das in Europa doch mitunter schon längst so“.

Auf die überraschte Frage wobei denn, verwies Randers auf „die EU-Kommission, die zum Teil außerhalb demokratischer Kontrolle arbeitet, und als Folge dessen hat die Kommission einige weise Beschlüsse im Bereich Klima und Energie gefasst. Ein positives Vorbild!“.

Und wem es da noch nicht die Sprache verschlagen hat, dem kann geholfen werden. Randers würdigt China, dessen grauenhafte Unterdrückungspolitik nur dem entgehen kann, der permanent wegschaut, und in dessen Kohleminen jedes Jahr hunderte Kumpel wegen völlig unzureichender Sicherheitsstandards umkommen, für die weitsichtige und gute Klimapolitik, denn „ich applaudiere der chinesischen Regierung, die mehr Windmühlen aufstellt als jede andere Regierung der Welt“.

Dem Deutschen Bundestag wird im Hinblick auf die sog. Energiewende, deren Folgen wir gerade versuchen in den Griff zu bekommen, auch „applaudiert, sich mit seinem Beschluss letztlich über die Meinung des Volkes hinweggesetzt zu haben“.

Ganz generell orientiere er sich am „Diktator auf Zeit“ der Antike, die Diktatur sei „die Ausnahme, nicht der Normalzustand“.
Der „gute Diktator“ solle der IPCC sein, der dann den nationalen Regierungen „Anweisungen in Sachen Emissionsreduzierung“ geben dürfe und über ein eigenes Budget verfügen müsse.

Bääääng. Na ja, man könnte meinen, da hat sich jemand nicht ganz im Griff oder sei unterzuckert. Randers ist aber Professor für Klimastrategien an der Norwegian Business School, war Vorsitzender der Norwegischen Kommission zur Reduzierung von Treibhausgasen und gehörte dem Club of Rome an, der in den 70ern die „Grenzen des Wachstums“ beschwor.

Die Welt ist wie wir wissen nicht untergegangen und die Grenzen des Wachstums sind auch nicht in Sicht, wenn man sich etwa die Entwicklung „grüner“ Industrien anschaut, gleichwohl herrscht in der Klimafrage der permanente Alarmzustand, jetzt angereichert durch die grüne Diktatur.

Ich möchte die Welt und das Schicksal meiner Kinder und Enkeln solchen Fanatikern nicht ausliefern. Fanatiker deshalb, weil diese Leute für ein höchst fragwürdiges Anliegen – die Ursachen und Abläufe des Klimawandels sind ja nur ansatzweise verstanden – über Jahrhunderte erkämpfte Errungenschaften für die Rechte des Individuums ohne Federlesen über Bord werfen.

Wir wissen im Übrigen durch zahlreiche abschreckende Beispiele, dass gerade die, die das Paradies auf Erden versprechen, wenn man sie nur machen lasse, vorübergehend selbstverständlich und ausschließlich im Dienst der guten Sache, die Hölle auf eben dieser Erde entfesseln.

Und als wäre das noch nicht genug, darf der Entmündigte in Randers ´ Modell die Folgen dieser Entmündigung auch noch selbst bezahlen und das nicht nur via nationale Steuern für vom IPCC zwingend vorgegebene Klimaschutzmaßnahmen, sondern auch noch für Projekte, die der IPCC selbst betreibt und für die er denen, die das bezahlen selbstredend ebenfalls nicht rechenschaftspflichtig ist.

Der Hinweis auf die Diktatur „auf Zeit“ ist reine Augenwischerei, das zeigen das ewige Leben der wilhelminischen Schaumweinsteuer und die Größe des Problems, für dessen Lösung nur in Jahrzehnten gedacht werden kann. Nö, hier will jemand endgültige Fakten schaffen.

No taxation without representation, es ist Zeit, die Vorbereitungen für eine weitere Tea Party zu treffen.

Und wenn wir schon dabei sind, wer sagt eigentlich, dass sich aus der Klimadiktatur nicht beispielsweise auch die Gesundheitsdiktatur ableiten ließe, mittels der dann etwa die, die einen vom genormten Standard abweichenden Lebensstil pflegen, zu dick sind, zu faul oder was auch immer, mittels entsprechender Repressalien zurück in den Schoß von Mutter Vernunft holt, alles nur gut gemeint und zum Besten dieser Partisanen?

Und gibt es einen richtigen Weg zur Lösung? Nach Randers ja, denn der IPCC ist der Einzige, der vorgibt was wann wie zu tun ist.
Ausgerechnet der IPCC ist doch in die Schlagzeilen geraten, weil nicht nur sein angeblich ausgefeiltes peer reviewing zu oft auf Quellen wie Greenpeace- und WWF-Papieren basiert, die man mangels Gegenprüfung bestenfalls fragwürdig nennen kann, sondern ganz generell auch seine Schlussfolgerungen und Prognosen oft meilenweit daneben waren, in etwa wie die des „Club of Rome“.

Wer oder was würde den „guten Diktator“ also in der Sache legitimieren, wenn man sich auf diesen hanebüchenen Unsinn einmal tatsächlich einließe. Tatsächlich treibt nämlich nicht etwa Klimapolitik à la Planwirtschaft die Karre voran, sondern ein Wettbewerb der Ideen und der ist nur möglich in einem freien Umfeld, die Finnen machen es mit ihrem Diesel aus Abfällen gerade vor. Jede Planwirtschaft hat ihre meilenweite Unterlegenheit nun doch hinreichend bewiesen.

Diese Leute wollen nicht nur die Demokratie in einen Friedhof verwandeln, sondern auch das abschaffen, was den Menschen ganz wesentlich auszeichnet – seine Neugier.
Es gab Ende des 19. Jahrhunderts genügend Studien, dass New York binnen dreißig Jahren in Pferdescheiße ersticken würde, weil die Zahl der Pferdedroschken wegen der drastisch ansteigenden Bevölkerungszahlen explodieren würde. Was ist passiert? Der Mensch hat das Automobil erfunden.

Also Vorsicht vor diesen Weltuntergangsapologeten, die doch nur unser aller Wohl wollen.
Wenn man dann noch berücksichtigt, dass Randers leitende Funktion beim WWF hatte, der mit eigenwilligen Regenwaldaufforstungen und noch eigenwilligeren Klimazertifikaten für interessierte Konzerne aufwartet, mit deren Vertretern er regelmäßig ratscht, und im „Beirat für nachhaltiges Wirtschaften“ von Dow Chemical sitzt, dann erinnert man sich auch daran, dass die „grüne Industrie“ zwar einen guten Ruf hat, gleichwohl Hunderte von Milliarden macht und das für Leute mit der Perspektive Randers´ wahrscheinlich noch ausbaufähig ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Und hey – wenn dieser Randers einen klaren Gedanken bei seiner Werkelei mit demokratischen Grundstandards hatte, dann den, dass er auf die Abwesenheit demokratischer Strukturen bei der EU hingewiesen hat.

17.11.2013