Bernhard „Bert“ Trautmann – vom Hitlerjungen zur englischen Fußball-Legende


Er war der beste Torhüter, gegen den ich je gespielt habe. Wir sagten immer: Schau nicht aufs Tor, wenn du gegen Bert treffen willst. Denn wenn du das tust, sieht er dir in die Augen und liest deine Gedanken“. 

Niemand anderes als die englische Fußballikone Bobby Charlton sagte diese Sätze über Bernd, genannt Bert Trautmann, dem langjährigen Stammtorhüter von Manchester City, der im Zweiten Weltkrieg gegen die Briten kämpfte, in englische Gefangenschaft geriet, in England blieb und dort eine einzigartige Karriere als Torhüter machte.

Der Titel oben stammt von der BBC-Autorin Catrine Clay, die Trautmanns Leben in ihrem Buch „Trautmanns Weg“ beschrieb, ein Leben, das nicht nur das einer Fußballlegende war, sondern ein einmaliges Beispiel für Völkerverständigung, für Schuld eines an sich Schuldlosen, tätige Reue, Vergebung und Versöhnung war.

Trautmann wurde 1923 in Bremen geboren und wuchs in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf. Er fiel durch seine sportliche Begabung auf, wusste sich durchzusetzen und absolvierte eine Mechanikerlehre bei Hanomag.

Der HJ gelang es, ihn wie geplant von seiner Familie, vor allem seinem Vater zu entfremden, Trautmann wurde ein gläubiger Nazi, ein Kind der Zeit, dessen Seele praktisch keine Möglichkeit hatte, sich der totalen Indoktrination zu entziehen.

Er wurde als Fallschirmjäger in Russland bei der Partisanen-bekämpfung, in Frankreich, Arnheim und in den Ardennen beim Kampf gegen die alliierten Truppen eingesetzt, erhielt fünf Tapferkeitsmedaillen und zwei Verdienstorden, ehe er von GIs gefangen genommen, dann aber wieder laufen gelassen wurde.

Unweit geriet er dann in britische Gefangenschaft und wurde nach England in das Camp 50 bei Ashton-in-Makerfield in der Nähe von Manchester verbracht. Bereits bei dieser Gefangennahme stieß Trautmann schon auf diese spezielle britische Gelassenheit, denn einer der ersten Sätze, die er von den Soldaten hörte war „Hey Fritz, fancy a cup of tea?“.

Noch in England blieb Trautmann zunächst der gläubige Nazi mit dem „Wissen“ um die Überlegenheit der arischen Rasse, weshalb er im Gefangenenlager West untergebracht wurde, in dem man die harten Nazis sammelte, jedenfalls die, die nicht als Gegner oder einfache Mitläufer zu identifizieren waren.

Hinzu kam die problematische Gruppe der deutschen Kriegsgefangenen, die wie die Mitglieder des Afrika-Korps relativ früh 1941/42 in Gefangenschaft geraten waren und keine Vorstellung von der weiteren Entwicklung des Krieges hatten, weshalb sie umso fanatischer an ihren Überzeugungen festhielten und nicht nur immun gegen die Bemühungen waren, ihr Denken und ihre Weltsicht zu beeinflussen, sondern auch auf andere Gefangene einwirkten, nicht zu kooperieren.

Trautmann war aber zunehmend beeindruckt von der Organisation und Versorgung in den Lagern, von der britischen Fairness und der korrekten Behandlung der Gefangenen durch Bewacher und Bevölkerung.

Mit letzterer kam man durch die Arbeitseinsätze auf Bauernhöfen und im Wiederaufbau in Kontakt, da sich die Regierung Attlee weigerte, die Kriegsgefangenen nach Kriegsende wie von der Genfer Konvention eigentlich vorgesehen, nach Hause zu schicken. Man vertrat dort die sicher nachvollziehbare Auffassung, die Deutschen hätten derart viel Elend auch über Großbritannien gebracht, dass es nur recht und billig sei, sie am Wiederaufbau zu beteiligen.

Fakt ist, dass die bereits in den Lagern eingeleitete Ent- nazifizierung nach und nach bei der überwiegenden Zahl der Gefangenen Früchte trug, auch bei Trautmann, dem allmählich Zweifel an seinem an sich festgefügten Weltbild kamen und der die Freiheit des Denkens und – in eingeschränktem Maße – des Handelns zu schätzen lernte. Er bemerkte die Fixierung und das Doktrinäre der nationalsozialistischen Erziehung. 

Im Lager sammelte sich dann eine Gefangenenmannschaft mit hoher Qualität, in der Trautmann als Mittelläufer, dem Vorgänger des Liberos, eingesetzt wurde. Die Mannschaft trat auch gegen lokale britische Mannschaften an und anfangs wurden die Spiele mit entsprechender Aggressivität geführt. 

Trautmann als durchsetzungsstarker und speziell in Russland verrohter Rabauke zog sich in einem der ersten Spiele eine Blessur zu, weshalb ihn der etatmäßige Torhüter seiner Mannschaft aufforderte, mit ihm den Platz zu wechseln, ein Vorgang, der eine der anrührendsten und seltsamsten Sportgeschichten auslöste, die nur das Leben schreiben kann. Trautmann überzeugte sofort im Tor.

Nach und nach wurde auch das Fraternisierungsverbot gelockert und schließlich aufgehoben, was es Trautmann wie den anderen Gefangenen gestattete, auch näheren Kontakt zur Bevölkerung aufzunehmen, von deren Herzlichkeit und Freundlichkeit Trautmann überwältigt war. Trotz aller Vorbehalte und vor allem auf Veranlassung der Kirche gab die englische Bevölkerung den „Jerrys“ eine Chance, die Trautmann auch nutzte.

So kam es auch zu einer der vielen deutsch-englischen Beziehungen, die in seinem Fall zur Folge hatte, dass Trautmann seine Freundin Marion aus dem Bergarbeiterkaff Bryn schwängerte und Vater seiner Tochter Freda wurde.

1948 hätte Trautmann repatriiert werden sollen, aber er blieb, wie 24.000 andere deutsche Kriegsgefangene auch. Er meldete sich zu den Bomben- und Minenräumern, wo er unter englischen Vorgesetzten arbeitete und von der englischen Regierung ein reguläres Gehalt bezog.

Später wurde sogar ein einmonatiger Heimaturlaub bei Fortzahlung der Vergütung und Übernahme der Reisekosten gewährt, Ende der Vierziger sicher ein ungewöhnliches Entgegenkommen, das nicht ohne Wirkung auf Trautmanns Sicht auf die Dinge blieb. Er wollte das anstehende Jahr nutzen, um Geld zu verdienen und finanziell entsprechend gut ausgestattet die Heimreise anzutreten.

Er verließ Marion, obwohl man erwartet hatte, dass er bleiben und heiraten würde, und schloss sich auf Vorschlag eines Freundes der Mannschaft von St. Helens Town an, mit der er 1948 den George-Mahon-Cup, also seine erste Fußball-Trophäe gewann und sich allmählich einen Namen machte.

Als Trautmann dann seinen einmonatigen „Heimaturlaub“ antreten wollte, geschah etwas, das ihn offensichtlich bis ins Alter zu Tränen rührte. Fans und Mannschaft hatten einen riesigen Reisekoffer beschafft, den sie unter großen Mühen – es war praktisch alles rationiert - mit allen möglichen Lebensmitteln für ihn und seine Familie gefüllt hatten, ferner hatte man für seine Eltern gesammelt und konnte die stolze Summe von 50 Pfund übergeben.

Natürlich spielte dabei eine Rolle, dass Trautmann über eine beträchtliche lokale Prominenz verfügte, allerdings stellte diese Episode wenige Jahre nach dem schrecklichsten Krieg der Geschichte ein bemerkenswertes Beispiel menschlicher Größe und Vergebung dar. So hat Trautmann das auch verstanden und aufgefasst.

Der Trip in die alte Heimat erwies sich als Enttäuschung, Trautmann konnte praktisch niemandem verständlich machen, was ihn an seinem neuen Leben so faszinierte. Er traf auf ein zerstörtes Land mit einer traumatisierten Bevölkerung, die überwiegend weder willens noch in der Lage war sich einzugestehen, welches Unglück man über die Welt gebracht hatte, welchen furchtbaren Irrtümern man in jenen 12 Jahren unterlegen war.

Als Trautmann wieder nach England zurückreiste,  trat neben die Enttäuschung die Erleichterung, in „sein“ Land zurückzukehren.

In der Folge sollte er einer neuen Bombenräumeinheit in Bristol zugeordnet werden und in Bristol traf er seinen alten Kameraden Karl Krause, der ihn ermunterte, zur Mannschaft von Bristol zu wechseln, aber die Treue zu St. Helens Town und die Bemühungen des dortigen Clubchefs Jack Friar, der Trautmann sogar in seinem Haus in der Marshalls Cross Road aufnahm, verhinderten den Wechsel und sorgten für Unterschrift bei St. Helens Town für die Saison 1949/50.

Kurze Zeit später war Friars Tochter Margaret, die anfangs mit dem „Nazi“ eigentlich kein Wort wechseln wollte, von Trautmann schwanger. Am 30.3.1950 heirateten die beiden, allerdings in Abwesenheit der Eltern Trautmann.

Die Talentscouts klopften nun auch verstärkt an, auch die von Manchester City, da der Club einen Nachfolger des legendären Frank „Big Swifty“ Swift suchte. Vertreter des Clubs bequatschten Trautmann während Friars Abwesenheit über Stunden und erhielten dann auch die Unterschrift.

Das löste in Manchester mit seiner großen jüdischen Gemeinde einen Aufschrei aus, vor dem Stadion versammelten sich 25.000 Fans, um gegen die Verpflichtung des "Nazis" zu protestieren. Trautmann hatte schwer an diesen Reaktionen zu kauen.

Der Rummel in den Medien ebbte nicht ab, bis der Gemeinderabbiner von Manchester, Dr. Alexander Altmann im „Manchester Evening Chronicle“ einen offenen Brief lancierte, in dem er Fairness dem Einzelnen gegenüber einforderte, dem man nicht eine kollektive Schuld aufladen könne, man müsse sehen, was er für ein Mensch sei und wenn es sich um einen „anständigen Kerl“ handle, sei gegen die Verpflichtung nichts einzuwenden. Das half. Trautmann ist Altmann übrigens nie persönlich begegnet, was er immer bedauert hat.

Gleichwohl hatte Trautmann verständlicherweise Bammel, als er zum ersten Mal zum neuen Team stieß. Der Captain, Eric Westwood, der wie Trautmann in der Normandie gekämpft hatte, ging allerdings auf ihn zu mit den Worten, in der Kabine gebe es keinen Krieg, Trautmann sei einer von ihnen, er solle sich wie zu Hause fühlen. Er gab ihm die Hand und wünschte ihm viel Glück. Damit war das Eis im Team gebrochen, nicht aber bei den Fans.

Am 15.10.1949 trat Trautmann zum ersten Mal für City an und zwar in deren Reserve im Zweitligaspiel gegen Barnsley. Die Pressetribüne war anders als sonst gut gefüllt und Trautmann hielt so gut, dass die „Times“ von "einer der größten Torwart-Entdeckungen der letzten Jahre" sprach.

Am 19.11.1949 folgte das erste Spiel für die erste Mannschaft bei den Bolton Wanderers. 35.000 Zuschauer, die alle den neuen Jerry-Torwart der Citizens sehen wollten.
Trautmann war schrecklich nervös, ehe „Big Swifty“ in die Kabine kam und ihm riet, er solle die Zuschauer vergessen, „die sind einfach nicht da“, was wie wir wissen leicht gesagt und schwer getan ist.

Der Empfang war ziemlich schauerlich, viel „Sieg heil“ und „Heil Hitler“, aber Trautmann ignorierte die Zuschauer wie angeraten. Trotzdem gab es 0:3 auf die Nuss, Trautmann wurde allerdings von Swift gelobt.

Der Rest der Saison verlief dann gut, Trautmann wurde zusehends auch von den Fans akzeptiert.

Dann kam der 14.1.1950, das Spiel bei Fulham, das erste Spiel der Citizens mit Trautmann in London, gleichzeitig die Heimat der nationalen Presse. Sein Ziehvater Friar sagte, er müsse spielen, als ginge es um sein Leben, denn nun sei es wichtig, dass er auch die Hauptstadtpresse hinter sich bringe.

Das Spiel hätte mindestens 6:0 für Fulham ausgehen müssen, aber Trautmann hielt alles bis auf einen Ball, so dass City ungewohnt niedrig mit 0:1 in Fulham verlor. Das Stadion stand allerdings kopf angesichts Trautmanns Leistung und die Spieler beider Mannschaften reihten sich nach dem Spiel am Spielertunnel auf und applaudierten dem City-Torwart. Damit war das Eis insgesamt gebrochen.

Trautmann bekam eine Stelle als Mechaniker bei der Fa. Proctor´s im Manchester-Stadtteil Hulme, da deutsche Kriegsgefangene nicht als Vollprofis spielen durften, sondern einen Zweitjob haben mussten.

Im Oktober 1950 kam sein Sohn John zur Welt.

Seine Popularität nahm zu, auch international, und bei einem Deutschlandbesuch kam Trautmann in Kontakt mit Albert Wildfang, dem Präsidenten von Schalke 04, der Trautmann für die Mannschaft um Fritz Szepan gewinnen wollte und ihm eine Tankstelle versprach. Angeblich war man bereit, als Ablöse die damals utopische Summe von 400.000 Mark zu bezahlen.

Trautmann lehnte aber ab und sprach auch in Manchester nicht davon, was für etwas Missstimmung sorgte, als Wildfang und Szepan in Manchester auftauchten und die Verhandlungen wieder aufnehmen wollten.

Um ein Haar wäre Trautmann auch nach Deutschland zurückgekehrt, das aber allein und ausschließlich wegen seiner Familie dort, der es schlecht ging, wie er den City-Fans mittels eines offenen Briefs mitteilte. Allerdings verbesserte sich die Lage seiner Familie schlagartig, als der Vater wieder Arbeit fand und so wurde Bert Trautmann nie Torwart von Schalke 04, was ich bis heute bedauere.

Trautmann wurde aber Teil des "Revie-Planes", den Don Revie mit Trainer Les McDowall entwickelte und bei dem u.a. der Mittelstürmer sich stärker als bisher zurückfallen ließ, um die Bälle nach rechts und links zu verteilen. Trautmanns schnelle und weite Abwürfe und Abstöße nach Abfangen des gegnerischen Angriffs waren ebenfalls ein integraler Bestandteil.

Und dann kam es in der Saison 1954/55 zum ersten FA-Cup-Finale gegen Newcastle United im Wembley-Stadion, das mit 100.000 lärmenden Zuschauern brechend voll war, was auf Trautmann einen unvergesslichen Eindruck machte, wenn man auch 1:3 verlor.

Prinz Philip gratulierte den Verlierern und meinte zu Trautmann auf deutsch „Sehr gut“. Es existiert ein Foto von dieser Szene, das viele Briten belustigt, weil es Trautmann mit der linken Hand an der Hosennaht und nach vorne geneigtem Kopf – typisch deutsch = steif – zeigt, als er dem Herzog von Edinburgh die Hand schüttelte. Die „Times“ würdigte Trautmanns Leistung in diesem Spiel aber trotz der Niederlage mit den Worten „Eine denkwürdige Vorstellung von Anmut und Kraft“.

1956 folgte die Auszeichnung als Englands „Fußballer des Jahres“, zum ersten Mal ein Torhüter, zum ersten und einzigen Mal ein Deutscher und das 11 Jahre nach Kriegsende.

Einer seiner Gegenspieler in jener Zeit:“ Ich würde gerne den britischen Soldaten vor Gericht bringen, der dich gefangen genommen hat. Du hättest nämlich erschossen werden müssen, zum Wohle aller englischen Stürmer“.

Am 5. Mai 1956 dann das FA-Cup-Finale gegen Birmingham City. Wembley, die Queen und wieder 100.000 lärmende Zuschauer.

Bis kurz vor Schluss führten die Citizens durch Tore von Hayes, Dyson und Johnstone bei einem Gegentor mit 3:1. Peter Murphy von Birmingham setzte sich durch, lief allein auf Trautmann zu, der sich vor seine Füße stürzte und von Murphys Knie im Genick getroffen wurde, worauf er das Bewusstsein verlor.

Er rappelte sich dann wieder auf, sah aber kaum etwas und hatte Schwierigkeiten festzustellen, wo er sich überhaupt befand. Sein Mannschaftskamerad Laurie flüsterte ihm ins Ohr „Nur noch 14 Minuten“. 

Obwohl er den Rest des Spiels benommen und öfters taumelnd hinter sich brachte – ausgewechselt werden konnte damals noch nicht -, klärte er in einer ähnlichen Aktion gegen Brown und entschärfte dann einen Schuss von Murphy. Trautmann sagte später, er habe weder an die eine noch an die andere Aktion irgendeine Erinnerung.

Das Spiel endet 3:1 und Trautmann war der Mann des Tages, dieses Spiel machte ihn zur Legende, wie auch der triumphale Empfang auf dem Balkon des Rathauses von Manchester am Albert Square zeigte.

Wie wir heute wissen, hatte Murphy bei dem Tritt Trautmanns zweiten Halswirbel gebrochen und fünf weitere ausgerenkt. Nach Aussage der Ärzte verhinderte kurioserweise lediglich die Härte des Aufpralls eine Querschnittslähmung, weil sich ein Halswirbel unter den gebrochenen geschoben und ihn gestützt hatte.

Drei Monate Korsett und Gipshelm, in der Rekonvaleszenz auch noch der Unfalltod seines Sohnes John.

Trautmann kämpfte sich zurück und stand Weihnachten 1956 wieder für die Reserve im Tor.

1958 dann der Tod der acht befreundeten Kollegen von United – den Busby-Boys – beim Flugzeugabsturz in München.

1958 und 1960 kamen seine Söhne Stephen und Mark zur Welt.

Seine Karriere beendete Trautmann - "Traut the Kraut" - 1964 mit 41 Jahren nach 15 Jahren und 545 Spielen, u. a. auch ausgezeichnet als „Torhüter des Jahres“ und Kapitän der englischen Liga-Auswahl. Eine Rote hatte es in all den Jahren gegeben, weil er einem Schiedsrichter aus 30 Metern den Ball auf den Rücken geknallt hatte.

Am 15.4.1964 das viel umjubelte Abschiedsspiel und ein Brief von Sepp Herberger, der Trautmann zu seiner legendären Karriere gratulierte und ihm erklärte, warum er ihn nie in den Kreis der Nationalelf berufen konnte, obwohl er Nationalspieler geworden wäre.

Das habe – so Herberger – niemand mehr bedauert als er, Trautmann hätte „in jeder Hinsicht ausgezeichnet zu uns gepasst!“.

1966 unterstützte Trautmann die deutsche Elf und Trainer Schön bei der WM und litt mit der Mannschaft im Finale.

1971 die Trennung von seiner Frau Margaret, 1974 die zweite Ehe, acht Jahre später die Scheidung, anschließend die dritte Ehe mit seiner Frau Marlis, die bis zum Ende hielt.

Auch der Delegation 1996 gehört er an und freute sich über den Titelgewinn.

2000 Wahl zu einer der „Fußballer des Jahrhunderts“ in England.

2004 Verleihung des „Order oft he British Empire“ für seine Verdienste um die deutsch-britischen Beziehungen, in Deutschland erhielt er das Bundesverdienstkreuz und die „DFB-Nadel mit Brillant“.

2007 wurde Trautmann von den Fans zum besten Spieler der City-Geschichte gewählt.

Trautmann, der selbst übrigens Heinrich Kwiatkowski vom BVB für den besten Torhüter hielt und angesichts der verstrichenen Zeit und des geänderten Spielstils einen Vergleich etwa mit Manuel Neuer nicht anstellen wollte, sah sich zeit seines Lebens als „Verteidigungsminister“, weil  er in England Deutschland und in Deutschland England "verteidigte".

Am 19.7.2013 starb Bert Trautmann in seinem Haus in der Nähe von Valencia.

Zum Schluss soll noch einmal ein Großer des Sports zu Wort kommen. Lew Jaschin hat über Trautmann gesagt:

Es gab nur zwei Weltklasse-Torhüter – der eine war Lew Jaschin, der andere war ein deutscher Junge, der in Manchester spielte: Trautmann“.

Im Dezember 2013