Abgesehen davon, dass ich großer Alexander Kissler-Fan bin, hat dieser Beitrag jedes Mal beruhigende Wirkung auf mich, wenn ich am Weltgeist zweifle und/oder Claudia Roth für irgendwas gelobt wird.




"Greenpeace verübt Verbrechen gegen die Menschlichkeit", unter dieser Überschrift Patrick Moore einen Artikel zur unfassbaren Kampagne von Greenpeace gegen den Goldenen Reis, über die ich bereits früher gelesen hatte, aber nicht wusste, dass sie nach wie vor wütet. Michael Miersch hat diesen Artikel heute bei Facebook veröffentlicht.

Miersch merkte an: Dieser Beitrag wurde verfasst, bevor Anti-Gentechnik-Aktivisten die Versuchsfelder mit Goldenem Reis auf den Philippinen zerstörten. Siehe:
http://reason.com/blog/2013/08/16/jerks-destroy-test-fields-of-golden-rice

Von Patrick Moore

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation erblinden jedes Jahr 250.000 bis 500.000 Kinder aufgrund von Vitamin-A-Mangel und die Hälfte von ihnen stirbt innerhalb eines Jahres nach der Erblindung. Millionen anderer Menschen leiden an verschiedenen Erkrankungen, die zu Behinderungen führen, weil ihnen dieser essentielle Nährstoff fehlt.

Im Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs sind „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ definiert als Handlungen, die „im Rahmen eines ausgedehnten oder systematischen Angriffs gegen die Zivilbevölkerung und in Kenntnis des Angriffs erfolgen und vorsätzlich erhebliches Leid oder eine schwere Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit oder der seelischen oder körperlichen Gesundheit hervorrufen.“ 

Goldener Reis ist eine gentechnisch veränderte (GM) Reissorte, die im Gegensatz zu herkömmlichem Reis Beta-Karotin im Reiskorn enthält. Beta-Karotin wird im menschlichen Organismus zu Vitamin A umgewandelt und hat Bedeutung für die Sehkraft, das Immunsystem und die allgemeine Gesundheit. Der Schweizer Wissenschaftler Dr. Ingo Potrykus, der sich für humanitäre Hilfe einsetzt, und seine Kollegen entwickelten den Goldenen Reis im Jahr 1998. In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass der Goldene Reis Vitamin-A-Mangel beheben kann. 

Greenpeace und seine Verbündeten blockieren seit über einem Jahrzehnt die Einführung des Goldenen Reises mit der Behauptung, er könne „Umwelt- und Gesundheitsrisiken“ mit sich bringen - ohne jemals näher auszuführen, welcher Art diese Risiken sein könnten. Zu diesen Verbündeten gehört die Physikerin und Umweltaktivistin Vandana Shiva, die vor kurzem in einem geschmacklosen Vergleich die Einführung von GM-Nahrungsmitteln mit Vergewaltigung gleichsetzte. Auch nach jahrelangen Bemühungen gelang es dem Golden Rice Humanitarian Project unter der Leitung von Dr. Potrykus, der Rockefeller Foundation und anderen nicht, den politischen Widerstand gegen den Goldenen Reis, der von Greenpeace und seinen Anhängern gesteuert wurde, zu überwinden. 

In letzter Zeit setzt sich die Bill and Melinda Gates Foundation in führender Funktion und in Zusammenarbeit mit dem International Rice Research Institute auf den Philippinen dafür ein, diese Hindernisse aus dem Weg zu räumen und den Goldenen Reis dann hoffentlich auf den Markt zu bringen. Inzwischen werden in den Philippinen und Bangladesch Feldversuche durchgeführt, mit der Aussicht auf Markteinführung bis 2015. Seit der Erfindung des Goldenen Reises im Jahre 1998 sind weitere 4 bis 8 Millionen Kinder erblindet, von denen fast die Hälfte inzwischen gestorben ist. Zweifellos bedeutet dies „erhebliches Leid oder eine schwere Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit oder der seelischen oder körperlichen Gesundheit“. Greenpeace lehnt diese Feldversuche weiterhin ab.

Greenpeace hat unverhohlen und in aggressiver Weise Falschinformationen über den Goldenen Reis verbreitet, seit dieser erfunden wurde, und setzt dies bei jeder Gelegenheit fort. Die Organisation behauptet, es gäbe bessere Möglichkeiten zur Linderung von Vitamin-A-Mangel, wie etwa Vitamintabletten und Nahrungsmittel aus dem „eigenen Garten”. Allerdings tut Greenpeace gar nichts zur Umsetzung alternativer Programme für die Millionen Opfer, mit der Begründung, die Ursache des Vitamin-A-Mangels sei „Armut“. Da stellt sich die Frage, ob die absichtliche Verurteilung von Millionen von Kindern zur Erblindung und zum Tod die Armut nicht eher aufrechterhält, als sie zu lindern. Akademien der Wissenschaften in aller Welt empfehlen den Einsatz von Biotechnologie, darunter auch die gentechnische Veränderung, zur Verbesserung der Ernährung und Ertragsfähigkeit unserer Nahrungsmittelpflanzen. Es gibt nicht einen einzigen Beweis für eine mögliche Schädigung durch diese Verbesserungen. Unterdessen sammelt Greenpeace unter seinen Anhängern alljährlich Millionen von Dollar für den Kampf gegen diese humanitäre Erfindung.

Die Fakten belegen eindeutig, dass Greenpeace, Vandana Shiva und ihre Verbündeten der Verbrechen gegen die Menschlichkeit nach der Definition des Internationalen Strafgerichtshofs schuldig sind. Sie behaupten: „der Goldene Reis ist gescheitert“, dabei tragen sie selbst die Verantwortung für die Verhinderung des Heilmittels, das von Millionen Menschen so dringend benötigt wird. Die Tatsache, dass Greenpeace weiterhin Lügen über den Golden Rice verbreitet und zugleich selbst nichts zur Lösung des Problems unternimmt, ist nicht nur ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sondern erfüllt zudem den Tatbestand der groben Fahrlässigkeit. Kann bitte jemand Greenpeace vor Gericht bringen?

Dr. Patrick Moore ist Mitbegründer und ehemaliger führender Aktivist von Greenpeace. Heute ist er unabhängig im kanadischen Vancouver tätig. 2010 erschien sein Buch "Confessions of a Greenpeace Dropout – The Making of a Sensible Environmentalist".

20.8.2013



Die Grünen haben neulich noch verlautbaren lassen, nein, sie seien keine Verbotspartei, das mit dem Veggie-Day sei ein Versehen gewesen. Niemand bei klarem Verstand konnte aber annehmen, dass diese Ankündigung ernst gemeint gewesen ist.

Jüngstes Beispiel - Geißel Internethandel, da muss der Bürger erzogen werden. Wenn es nach den NRW-Grünen geht, sollen lokale Logistikzentren installiert werden, wo man als Bürger das online bestellte Gut abholen muss. Zustellung per Hermes war gestern. Ja, auch das eine offene und schwärende gesellschaftliche Wunde, die ebenso unbemerkt wie dringend der Therapie harrte, vor allem kann man mal wieder schön am Ring durch Bürgers Näslein ziehen. Beifall für diesen Scheiß kam natürlich von der SPD, die bekanntlich ja keinen noch so lächerlichen Fettnapf auslässt. 

Ich denke da an meine Nachbarn, er hochbetagt, sie etwas jünger. Die werden sicher Verständnis dafür haben, sich in ihr Fahrzeug zu klemmen, mit Dutzenden anderen Empfängern von Online-Post vor dem "Logistikzentrum" um die Parkplätze zu kämpfen und das Paket dann in die Wohnung zu wuchten. Dolle Idee. Und so typisch.

5.4.2014



Der unverbesserliche Gunnar Schupelius vom "Völkischen Beobachter 2.0" legt mal wiederden Finger in die Wunde guter Menschen, die nur deshalb nicht schmerzt, weil die Medizin von Anderen bezahlt wird. Berlin hat die Politik(er), die es verdient und das Ganze zeigt zweierlei: Winfried Kretschmann ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt und die Auffassung, man brauche nur genügend Frauen an den Schaltstellen, dann werde alles besser, ist was für betonharte Dogmatiker ohne Interesse an Sache und Lösung sowie für Leute, die sich gerne selbst belügen. 

11.9.2014 


Eben noch den Herrn Kretschmann lobend erwähnt und dann bemerkt, dass in Baden-Württemberg die Landesbauordnung "grün" novelliert werden soll. Glaubt man diesem Artikel in der Welt, dann werden überdachte Fahrradständer Pflicht und man hat seine Fassade zu begrünen, wenn das technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist. Was immer damit gemeint ist, reiner Pudding und eine Freifahrschein für behördliche Willkür. Darum geht es aber hier nur sekundär. Grundsätzlich zeigt sich halt mal wieder, dass die Katze das Mäusefressen einfach nicht bleiben lassen kann. Vorschreiben, anordnen, zwingen - was ehedem Etikette des wilhelminischen Obrigkeitsstaat gewesen ist, exekutieren die Grünen auch hier wieder mal eindrucksvoll im Sinne der "guten Sache". Unwählbar. 

16.10.2014


Die grüne Stadträtin Lena Kürschner aus Hann. Münden nach dem enttäuschenden Abschneiden der Grünen bei der Bundestagswahl 2013: 

"80 Prozent aller Kinder wachsen bei ihren verheirateten Eltern auf und 65 Prozent aller Eltern wollen keinen Krippenplatz in Anspruch nehmen und von den 35 Prozent, die ihn in Anspruch nehmen wollen, tun das viele aus einem wirtschaftlichen Zwang heraus. Von > Wollen < kann also keine Rede sein. All diesen Eltern ist nun im Wahlkampf erzählt worden, ihre Kinder würden regelrecht verblöden und zu sozialen Pflegefällen werden, wenn man sie nicht in eine staatliche Einrichtung gibt. Und dann wundert man sich, dass sie nicht grün wählen ... Eine Gesellschaft wie die unsrige könnte dem Bedürfnis von Kindern und Eltern nach zeit und Nähe vor allem in den ersten Lebensjahren kreativer begegnen als nur dadurch, dieses Bedürfnis zu ignorieren oder - schlimmer noch - als hinterwäldlerisch zu diffamieren. Die Frauen meiner Generation sind in dem Wissen aufgewachsen, dass sie selber ihren Weg bestimmen sollen und dürfen. Und das machen sie jetzt auch. Sie wählen selber ihren Beruf und ihren Weg und der scheint sie nicht so auszufüllen, wie sich das Frauenrechtlerinnen von damals gewünscht haben. Sie entscheiden sich für den Weg > Hausfrau und Mutter <, solange die Kinder klein sind, und mit klein meine ich, ungefähr bis sie in die Schule kommen und nicht, bis sie sich am Stuhl hochziehen können. Ich habe nie verstanden, wie eine Partei, die sich Rücksichtnahme auf die Natur auf ihre Fahnen geschrieben hat, davon ausgehen kann, dass eine Gesellschaft auf die natürliche Basis des Menschseins keine Rücksicht nehmen muss. Einer Gelbbauchunke wird mehr Respekt entgegengebracht als einem weinenden Kleinkind oder einer Mutter, die gern und mit ganzer Seele Mutter ist".

Mehr von solchen Frauen bitte. Das bleibt aber ein frommer Wunsch, sie ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

1.12.2014




Im Dezember 2014 haben die Grünen eine Spende in Höhe von 100.00,00 Euro von Südwestmetall entgegengenommen. Die Spende war die höchste Einzelspende in der Geschichte der Partei. Pikant ist, dass zu Südwestmetall auch Heckler & Koch, Diehl Defence und MTU gehören. Das erinnert an das Kinkel-Wort, dass jede Diskussion mit Vegetariern schlagartig anders wird, wenn sie eine Wurstfabrik geerbt haben.

PS: Grünen-Schatzi Benedikt Mayer meinte, die Spende ginge schon in Ordnung, denn Südwestmetall gehörten ja auch Unternehmen an, die was mit Umweltschutztechnologie produzierten. Na dann.

6.1.2015



Hier die geziemende Abrechnung mit dem grässlichen Iran-Besuch von Claudia Roth, die jedes, aber wirklich jedes Vorurteil über sie bestätigte. Anmerkung Gideon Böss zur peinlichen Verhüllung Roths, die die um ihre Rechte kämpfenden Frauen vor Ort auf die Barrikaden trieb: "Michelle Obama ohne Kopftuch bei den Scheichs in Saudi-Arabien, Claudia Roth mit Kopftuch bei den Mullahs im Iran. Michelle vs. Claudia = 1:0". Intellektuell steht´s da ohnehin 325:0.

Gleichzeitig ist sie aber "gegen Hetze im Netz". Es kann einem speiübel werden.

P.S.: Und ebenso gleichzeitig ist Alex Feuerherdts Bericht eine Abrechnung mit den "Gemäßigten" der Führungsclique dieser frommen Massenmörder in Teheran. 

4.2.2015


Report Mainz über die Schweine von der Berliner AL. Renate Künast und Hans-Christian Ströbele hatten leider keine Zeit für ein Interview.

4.6.2015