Jou, lieber Gunnar Schupelius vom "Völkischen Beobachter 2.0". So hat der Berliner Piratenabgeordnete Gerwald Claus-Brunner Ihren Arbeitgeber, die "BZ" beschimpft. Er hat sich zwar dafür entschuldigt, in der Welt war es aber mal.

Sie haben sich in den vergangenen Monaten kritisch über die die Zustände auf dem von Asylbewerbern besetzten Oranienplatz geäußert und das reicht wie man weiß mittlerweile, um zumindest seine Kapitalistenkarre los zu werden. Linke Pluralisten- fans haben Ihr Fahrzeug in der Nacht zum 17.3.2014 zerstört und in ihrem Bekenner-schreiben gefordert, Sie sollten lieber Backrezepte schreiben, es drohe sonst "Gegenfeuer". Sie unter-hielten eine "rassistische Pressekampagne".

Gezeichnet hat die linke "AG Pressefreiheit", echte Spaßvögel also. 

Sie sind ein Phobiker, willkommen im Club. 

19.3.2014


Ich unterschreibe jedes Wort aus diesem Artikel von Harald Martenstein, inklusive seine Überlegung zu einem liberaleren Asylrecht, auch wenn ich befürchte, dass das eine Konzession an den Zeitgeist war. Ich verfolge die Entwicklungen in Kreuzberg seit Monaten mit immer finstererer Gesinnung. Wie weit soll die Erpressung noch gehen, dieser Staat macht sich lächerlich und schürt ungute Begehrlichkeiten. Dieser Umgang mit Flüchtlingen und Asylbewerbern führt zum Gegenteil dessen was er beabsichtigt. Auf dem Rücken der Bürger dieses Landes und auf dem Rücken der Asylbewerber, die sich an die Regeln halten. Abstoßend.

PS: Und wie es NICHT geht, zeigt wieder mal Georg Dietz auf SPON mit diesem ebenso dummen und heuchlerischen wie peinlichen Moralerguss, fernab der Realität und des Problems.

6.7.2014



Also ma ährlich - besser als mit diesem Beitrag des durchgeknallten Ex-ZEIT-Feuilleton-Chef Jessen hätte ich nicht erklären können was ich meine. Der repräsentiert wirklich alles das, was ich als gewissenlosen amoralischen Wolkenkuckucksheim-Messie bezeichnen möchte.

6.2.2015





Seit dieser Woche tobt das Netz und feiert sich mal wieder selbst, dass man unwillkürlich an eine Neuauflage von Woodstock denkt.

Diese zehntausendfach gelikte und geteilte Grafik ist die bildliche Umsetzung eines Tagesschau-kommentars von Anja Reschke, der Reaktionen hervorrief, als habe die Dame einen riesigen störenden Pickel am gesunden Volkskörper ausgedrückt.

Ich will nicht spotten, auch wenn meine erste Reaktion darin bestand zu fragen, ob wir neben den Nazis bittschön auch noch die Einfältigen, die Lemminge und die Geschichtsvergessenen abgeben könnten.

„Für Flüchtlinge“ und „gegen Nazis“ zu sein ist gut und richtig, da gibt es keine zwei Meinungen. Leider ist die Sache nicht so einfach.

Sie wird aber auf ein derart primitives Niveau heruntergeschraubt, weil man zwei Effekte erzielt – es wird zugekleistert, dass die, denen wir die Lösung dieses Problems anvertraut haben, seit Jahren nichts bis wenig tun, also komplett versagen.

  • Wie lange schauen wir den Berichten über ertrunkene Kinder, Frauen, Männer schon zu, die sich verbrecherischen Schleppern und Seelenverkäufern anvertrauen, um nach Europa zu gelangen?
  • Wie lange schauen wir schon zu, dass die Länder mit den Außengrenzen Europas überlaufen werden?
  • Wie lange schauen wir schon zu, wie Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen etwa in Griechenland vor sich hin vegetieren?
  • Wie lange schauen wir schon zu, dass Flüchtlinge in Italien landen und von den Italienern in die Züge nach Norden gesetzt werden, weil sie den Ansturm nicht selbst bewältigen können und ebenso wie die Griechen komplett allein gelassen werden?

Sehen wir nicht auch schon seit Monaten, dass eine ständig wachsende Zahl von Menschen aus ihrer Sicht vollkommen nachvollziehbar hier leben, weil das, was sie vom deutschen Steuerzahler erhalten über dem liegt, was sie zuhause verdienen können, sie ein Gemeinwesen verlassen haben, das ohne sie noch weiter verkommt, weil dieser brain drain dort schlichtweg nicht verkraftbar ist und sie hier die Plätze besetzen, die für die Ausgebombten, Traumatisierten, politisch Verfolgten benötigt werden?

Das ist ein Treppeneffekt.

Die salbungsvoll palavernden „Europäer“ der Kommission reichen das an die Staatsregierungen weiter, die delegieren es ebenfalls weiter, bis es bei den Kommunen landet, die dann sehen können, wie sie sozialverträglich integrieren.
Man muss kein „Nazi“ sein, um festzustellen, dass da verschiedentlich Oberkante Unterlippe erreicht ist.

Vom Landesvater Kretschmann war beispielsweise schon zu hören, go east, man sollte doch den teils entvölkerten Osten wieder mit Flüchtlingen besiedeln. Hat Kretschmann was „gegen Flüchtlinge“ und ist er jetzt ein Nazi?

Wenn es also ein lohnendes Ziel für moraltriefende Ansprachen gäbe, dann wären es die europäischen und nationalen Politiker.

Da ist aber nicht die Rede vom „Aufstand der Anständigen“, nö, man arbeitet sich lieber am Internetkretin ab, den außer er sich selbst zu Recht niemand lieb hat, der aber gemessen an den Versäumnissen in der nationalen und europäischen Flüchtlingspolitik das Gefährdungspotential einer Tütensuppe von Maggi hat.

Das alles weiß die Dame von der Tagesschau in ihrem schicken gelben Kostüm natürlich ganz genau.
Ginge es tatsächlich um „Nazis“ wäre ihr Aufruf banal.
„Für Nazis“ ist niemand bei Verstand.

Die Sache muss also anders gemeint sein.
Wenn sie den Bodensatz ins Scheinwerferlicht zerrt, den jedes Gemeinwesen aufweist und der immer dann öffentlich bemerkbar an seinen Ketten rasselt, wenn dieses Gemeinwesen in Bewegung ist wie jetzt, dann hat das einen - perfiden - Grund.

Sie will damit jedwede Kritik am vorstehend erwähnten Status quo diskreditieren und damit betreibt sie das Geschäft derer, die diese Misere, die Not und das Elend durch ihre Untätig- und Unfähigkeit immer und immer wieder perpetuieren.
Man möchte die Liker und Teiler fragen: Ist es wirklich das, was wir wolltet?

Und die gelbe Gefahr von Panorama hat Erfolg damit.
Ich habe die Reaktionen auf den Kommentar bei Facebook gelesen. Schätzungsweise 95% aller Kommentatoren feierten sich und ihre vorgebliche Toleranz und suhlten sich im guten Gefühl, der Gemeinschaft der Guten anzugehören.
Kritische Stimmen wurden niedergebrüllt, die Kommentatoren beleidigt und lächerlich gemacht, kurz, man hat genau das getan was man vorgab zu bekämpfen.

Bei der ARD, in Berlin und Brüssel wird man es mit Zufriedenheit registriert haben, panem et circenses.

Unbemerkt blieb auch Reschkes grässliche moralische Verkommenheit, weil bei ihrem triefenden Gesülze völlig unerwähnt blieben die maximalen Anstrengungen der zuständigen und freiwillig helfenden Menschen dieses Landes, die Situation so gut wie möglich zu bewältigen, ihre Empathie und die überwiegend stillschweigende, aber als selbstverständlich empfundene Bereitschaft der großen Mehrheit dieses Volkes, auch die nötigen Geldmittel dafür zur Verfügung zu stellen.

Unerwähnt in ihrem Kommentar auch, dass Deutschland mit die Hauptlast in Europa trägt, es gibt Länder – von wegen europäische Solidarität und so – die kaum oder keine Flüchtlinge aufnehmen.

Und wieso ist das überhaupt ein rein europäisches Problem? Wo ist die Umma, wenn man sie braucht, braucht meine ich, wenn es mal nicht ums Töten Andersdenkender geht.
Vergessen – wegen der „Nazis“.

Damit ist vielleicht klar geworden, warum ich die Einfältigen und die Lemminge gerne abgeben würde, aber natürlich weiß, dass wir sie ebenso behalten werden wie die Randexistenzen, die Facebook mit ihren Kübeln Hass vergiften. So ist das eben.

Ich muss aber nochmaliges Nachdenken einfordern dürfen.
Man kann sich natürlich in der Einschätzung der Lage und Indoktrination à la Reschke irren, aber nur Narren gehen solchen Rattenfängern noch mal auf den Leim.

Verbleiben die Geschichtsvergessenen.
Mit der Inflationierung des Begriffs „Nazi“ betreibt man vielfach ohne es zu wollen das Geschäft von Leuten, die man sonst nicht mit der Kohlenzange anfassen würde, weil sie beispielsweise aktuell Leipzig im wahrsten Sinne des Wortes auf links drehen und zur unrühmlichen Hauptstadt der Bewegung machen.

Die NPD spielt politisch überhaupt keine Rolle, ihre Zustimmungswerte etwa bei Wahlen balgen sich mit denen der Partei bibeltreuer Christen.
Natürlich gibt es den gewaltbereiten rechten Abschaum und der wird zu Recht verfolgt, wobei ich angesichts der Probleme bei den Verbotsverfahren davon ausgehe, dass mittlerweile ein V-Mann auf einen Berufsarier kommt.
Aber ja, ich weiß, die Behörden haben beim NSU geschlampt, das ist schlimm, keine Frage, es wird aber nicht mehr vorkommen, es sei denn wir erlebten wieder ein 9/11-Ereignis, das von deutschem Boden aus geplant und begonnen wurde und Ressourcen und Hirn abzieht.

Daneben gibt es den latent ausländerfeindlichen Bodensatz, der sich im Internet den Frust von der Seele stuckert und stammelt. Geschenkt.

Geht im Übrigen mal zu indymedia und lest die Kommentare. Der Mob wütet rechts UND links, beides absolute Brechmittel.

Will man das aber tatsächlich mit einem Regime gleichsetzen, auf dessen Konto Millionen Toter geht, das die industrielle Tötung von Menschen zum Programm erhoben hat?
Die Antwort ist offenkundig, also hat besagte Inflationierung einen anderen Grund und da frage ich mich, ob man sich wirklich vor einen fremden Karren spannen lassen will, vor den man bei nochmaliger Überlegung vielleicht doch nicht gehört.

Es ist der Karren derer, die aus unterschiedlichen Motiven nicht wirklich Interesse an einer Änderung des Status quo haben.
Aber bitte, dies ist noch ein freies Land, es steht jedem seine eigene Meinung zu.

Kommen wir zurück zum GEZ-gefütterten Zitronenfalter von der Tagesschau.
Eröffnet hat sie ihre wie sich zeigt berechnete und berechnende Tirade mit der irre mutigen Erklärung, sie würde vom Mob zugeschüttet, wenn sie die Meinung äußerte, sie würde den Zuzug von „Wirtschaftsflüchtlingen“ befürworten. Ich hatte übrigens den Eindruck, sie meint das tatsächlich ernst.

Mal abgesehen davon, dass sich diese Meinung mit der vorherrschenden Gesetzeslage gar nicht vereinbaren ließe, muss man fragen, wie wollen wir es mit dem Zuzug halten?

Alle, keiner, ein paar, wer, woher, warum, das sind Fragen, die diskutiert und beantwortet werden müssen, aber nicht auf diesem Niveau.

Wieder einmal hat sich schlagend erwiesen, dass die öffentlich-rechtlichen Medien dieses Landes vorwiegend das Lied derer singen, denen sie eigentlich auf die Finger schauen und bei Bedarf klopfen müssten, sich im Gegenteil aber noch zu deren Büttel machen.

Eine GEZ-Diskussion spare ich mir an dieser Stelle, muss aber feststellen, dass diese entweder intellektuell hoffnungslos überforderte oder berechnende Dame ihre Publikumsbeschimpfung auch mit meinen Beiträgen abgespult hat.

Überfordert? Na klar. Gott im Himmel.
Sie fordert einen „weiteren Aufstand der Anständigen“ und lässt unerwähnt, dass der erste „Aufstand der Anständigen“ - angezettelt von Gasprom-Gerd - in sich zusammensackte wie die Gegner von Vitali Klitschko.
In Düsseldorf hatte eine Synagoge gebrannt, das politische Berlin spie Gift und Galle und dann stellte sich heraus, dass der Anschlag nicht auf das Konto der notorischen Neonazis ging, sondern auf das dreier Muslime. So ist das manchmal.
So, ich habe fertig.

8.8.2015



Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis sich der Heino für Linke, Campino (oder wie Akif Pirincci ihn und seinesgleichen umschreibt - MULTIMILLIONÄRE, deren Geschäftsmodell auf das Abzocken von Assis, drogengefährdeten Jugendlichen und nostalgischen gescheiterten Existenzen mit Marschmusik-Punk in Saufliedmanier der 80er basiert :-) ), in die aktuelle Flüchtlingsdebatte "einschaltet", wie es die Berliner Morgenpost bezeichnet.

Til Schweiger, Anja Reschke und dem weinenden Claus Kleber das Feld überlassen? Never. Ich warte nun auf Wolfgang Niedecken.

Es wird mir speiübel - bei einer ernsten Angelegenheit, bei der es Solidarität geben muss, aber auch keine Denkverbote geben darf, wird die Szene beherrscht von Leuten, die nicht differenzieren können oder wollen und den Hang der Deutschen zum Konformismus eiskalt ausnutzen und das mit Sprechblasen unterster Schublade.

14.8.2015