Christopher Buckley - Florence von Arabien

Sein "Danke, dass Sie hier rauchen" habe ich bereits besprochen, eines der witzigsten und "unkorrektesten" Bücher, die ich kenne. Und mit "Florence" hat er mächtig nachgelegt. "Florence von Arabien" ist natürlich ein Hinweis auf T.E. Lawrence, der im ersten Weltkrieg half , das osmanische Reich zu stürzen. 

Im Buch geht es um die äußerst nachrangige amerikanische Außenministeriumsmitarbeiterin Florence Farfaletti, die höchstpersönlich den barbarischen Umgang saudischer Potentaten mit ihren Frauen miterleben muss. Sie belagert ihre Vorgesetzten mit dem Plan, die Emanzipation von Frauen im arabischen Raum zu fördern,scheitert aber. 

Plötzlich wird sie von einem sehr undurchsichtigen älteren Herrn mit offensichtlich fast unerschöpflichen Geldmitteln kontaktiert, der ihr anbietet zu helfen. Sie willigt ein und zusammen mit einem Mann fürs Grobe, einem PR-Spezialisten und einem ausgebufften Bürokraten gründet sie in einem kleinen Sultanat namens Matar einen Fernsehsender, der auch nach Saudi-Arabien sendet und in dem die Saudis Saures ohne Ende bekommen.

Dass das nicht gut gehen kann ist klar. Was Buckley dabei aber an verbalen Feuerwerksböllern abschießt ist wirklich klasse, er hat diesen sarkastisch-ironisch-trockenen Stil, den ich so liebe und die Ideen scheinen ihm nie auszugehen. 

Wer sich mal wieder politisch unkorrekt amüsieren will ist hier genau richtig.