John Green - Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Der Erstkontakt war nicht optimal - ich fand das Buch in der Büchergrabbel-Ecke bei Edeka-Decker und es war mit einem Aufkleber "SPIEGEL Bestseller" versehen, an sich zwei K.o.-Kriterien für mich. Aus irgendeinem nicht mehr recherchierbaren Impuls heraus kaufte ich das Buch und habe es nicht bereut. Erzählt wird die Liebesgeschichte zweier Teenager namens Hazel - die Ich-Erzählerin - und Augustus, die sich in einer Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche kennenlernen. Was nach Lore-Roman klingt, ist peppig geschrieben und hat mich von der ersten Seite an überzeugt. Wer wie ich etwa Dan McCalls "Jack der Bär" mag und sich gerne Holden Caulfields Erklärungen anhört, der ist hier richtig. Man muss darüber hinweg sehen, dass es wohl keine Sechzehnjährigen gibt, die derart belesen und schlagfertig argumentieren können, das mindert das Lesevergnügen letztlich aber nicht. Ein gleichzeitig sehr lustiges und trauriges Buch, diesen Spagat schaffen nur sehr wenige Autoren und Green gehört zu diesem ausgewählten Kreis.