Ich wollte es wäre Nacht oder die Preußen kämen, so oder ähnlich fühlte ich mich, bis zum Wolfram Weimer´schen Artikel zu Pegida. Ich dachte mir, es können doch nicht alle der Granden unter Hirnkrebs leiden

Weimer meint indes, man solle "die Spießbürger" in Dresden ignorieren.

Das ist nicht ganz schlüssig, denn er führt dann aus, dass nur Diktaturen Demonstrationen fürchten und die mehr als bizarren Reaktionen der Obrigkeit geradezu als Katalysatoren für die Bewegung gewirkt hätten, womit angesichts der Dresdner Ziele offensichtlich sei, wie sehr man staatlicherseits abgehoben und sich im Übrigen in ungutem Umfang bereits der PC verschrieben habe.

Ganz abgesehen davon, dass der Islamismus und die Entstehung von Parallelgesellschaften ja reale Gefahren darstellten und nicht totgeschwiegen werden dürften aus Gründen falscher Rücksichtnahme.

Wieso handelt es sich dann aber bei den Demonstranten um "Spießbürger"?

Aber egal, Hauptsache man nähert sich dem Ganzen nicht wie üblich auf die ganz dämliche Tour, nämlich der, die Herr Broder in diesem Beitrag mal wieder kurz beleuchtet hat. 



Leserbrief heute in der "Rhein-Neckar-Zeitung":

"Wenn Bürger ignoriert werden, gehen sie auf die Straße.

Die Politik in Deutschland, und die ihr hörigen Medien, insbesondere ARD und ZDF wollen einfach nicht erkennen, dass die Demonstrationen unter der Überschrift PEGIDA, der Protestbeginn der Bürger gegen eine zutiefst bürgerfeindliche Politik ist. Es sind keine Transaktionsverlierer, keine Ewig-Gestrigen, keine Nazis in Nadelstreifen, es sind auch keine instrumentalisierten Mitläufer. Es sind Bürger die, langsam aber sicher die Nase voll haben, von einem arroganten Getue der Politdarsteller in den Ländern und im Bund. Das auslösende Moment ist eine fehlende Asyl- und Zuwanderungsregelung und deren konsequente Anwendung."

Matthias Niebel, Stadtrat





Der alte Schelm Broder postet noch einen SPIEGEL-Artikel von 2007.