Jerry Oppenheimer – Die Hiltons

Man könnte meinen, ein Bild- oder Bunte-Reporter hätte seinen Sack mit Klatsch geöffnet und über dem Leser ausgeschüttet.

Oppenheimer entwickelt die Geschichte der Hiltons, die in der öffentlichen Wahrnehmung kulminiert in einem bizarren Kunstwesen namens Paris, nach den jeweiligen Familienlinien, beginnend mit der Großmutter von Paris Hilton, Kathleen „Big Kathy“ Dugan (die auch zahllose weitere Nachnamen ihrer Ehemänner wie Avanzino, Richards, Catain und Fenton trug), deren einziger Lebenszweck darin zu bestanden schien, reiche Männer auszusaugen und wegzuwerfen und ihre Töchter so reich wie möglich zu verheiraten. Nach Oppenheimer war die Frau ein Monster. Sie war auch die Mutter von Kathleen „Little Kathy“ Richards, der Mutter von Paris. Ihr gelang es, sich den Hilton-Erben Nick Hilton zu angeln. Beide sind nach Oppenheimers Darstellung strohdumm und absolut unverschämt, was im Falle von „Little Kathy“ eine Fortsetzung der Mutter mit fast identischen Mitteln sein soll.  

Der zweite Teil befasst sich mit dem väterlichen Zweig der Familie, beginnend  mit dem Hotel-Tycoon und Frauenheld Conrad „Conny“ Hilton und dessen bekanntestem Sohn Nick, der als berüchtigter Playboy galt und u.a. mit Liz Taylor ein Jahre verheiratet war. Taylor sagte nachher, es habe Hilton gefallen, sie dauernd zu verprügeln.

Das Buch ist pures Domestos für die Birne, wenn man mal eine Atempause von der Sachbuch-Lektüre benötigt. Es ist einfachst geschrieben, bewegt sich auf Bild-der-Frau-Niveau und befriedigt niedrigste Instinkte, das aber mit einer gewissen Grandezza.

Wer sich seine Meinung über die Welt der „Schönen und Reichen“ bestätigen lassen will, ist hier genau richtig.