Irfan Peci - Der Dschihadist

Der Untertitel lautet "Terror made in Germany - Bericht aus einer dunklen Welt". Das trifft es.

Pecistammt aus dem Sandschak  und wächst in Weiden auf. Auf Grund seiner Aggressivität gibt es immer wieder Schulprobleme und er scheitert.

Auf der Suche nach seiner Bestimmung driftet er auch nach Reisen in die ehemalige Heimat in den islamischen Extremismus ab, speziell das Internet erweist sich dabei als mächtig effektiver Schuhlöffel. Unter Anderem kommt er in Kontakt mit dem österreichischen Extremisten Mohammed Mahmoud, der als Kopf des Propagandanetzwerkes GIMF (Global Islamic Media Front) gilt und den er "beerbt", als Mahmoud eine Haftstrafe antreten muss, um sich nach deren Verbüssung abzusetzen und im Dschihad zu kämpfen.

Peci gleitet immer mehr ab und muss schließlich eine Gefängnisstrafe verbüssen. Er wird in diesem Zusammenhang dann vom Verfassungsschutz angeworben und verdingt sich tatsächlich. Er gilt dort als Top-V-Mann, weil es den Diensten anders als bei der Neonazi-Szene praktisch nicht gelingt, in die Szene einzudringen. Peci liefert brisante Informationen, allerdings ednet die Zusammenarbeit dann nach einem glücklosen Intermezzo, während dessen Peci vom BKA geführt werrden soll.

Das Buch ist erstklassig. Nicht nur wegen der sehr informativen und schonungslosen Erzählungen Pecis, sondern auch wegen der Backgroundinformationen, die man von den Co-Autoren, den Journalisten Johannes Gunst und Oliver Schröm erhält. Auch für den Nichteingeweihten wird die Gefahr, die vom bundesdeutschen Islamextremismus nicht zuletzt wegen der großen zahl der Anhänger ausgeht, deutlich.
Muss man meines Erachtens gelesen haben.