Ich kam wie viele besorgte, nachdenkliche und fest auf dem Boden der FDGO stehende Bundesbürger über die widerwärtige Eurokrise und das teils dilettantische, teils skupellose, teils offen rechtswidrige  Verhalten der Altpartien zur Lucke-AfD gestoßen, war kurz irritiert-desorientiert nach der Spaltung (quo vadis?) und habe mich ihr wieder genähert, als ich das teils saudumme, teils hasserfüllte Lärmen der sog. Avantgarde in Medien und Politik registrierte vor den Landtagswahlen im ersten Quartal 2016.

Diese Avantgarde bläst wirklich jedem einen, wenn es irendwie nützlich erscheint und sie ist einäugig - Gewaltexzesse der Antifa und das immer noch ungeklärte oder besser offen systemfeindliche Verhältnis von Teilen der Linken sind für diese Leute völlig uninteressant.

Ich habe mich natürlich gefragt, woran das liegt.

Die Leute um Sahra Wagenknecht sind mittlerweile auf den Status von Hofnarren reduziert, die Linke gilt insgesamt als hinreichend domestiziert. Der Rest wiederum ist sich grundsätzlich einig und das ist nie gut für die Demokratie. Im Berliner Reichstag sitzt ein Kungelverein, da kann theoretisch jeder mit jedem, was unter Demokraten grundsätzlich ja durchaus wünschenswert ist, aber nicht in dieser Situation, in der auch in Fragen der Deutungshohheit über Grundrechte und das was man sagt oder nicht sagt ein mehltauartiges Einvernehmen in Verleger- und Politikkreisen herrscht. Demokratische und gesellschaftliche Opposition sieht anders aus, im Falle einer großen Koalition, die keinen echten Widersacher hätte, selbst wenn es ihn gäbe, zumal.

Wie sehr Demokratie zum Schmierentheater verkommen ist, sieht man am Zustand der baden-württembergischen CDU. Mich schüttelt´s, wenn ich Bilanz ziehe nach den Jahren, die diese Partei in der Opposition saß.

Am Ende langte es nur zu einem peinlichen Kandidaten Guido Wolf (selten hat ein Name weniger gepasst) und der Erkenntnis, dass man zu den Dingen, die Widerstand in der Landesbevölkerung hervorgerufen hatten, schön die Schnauze hielt.

Ich erwähne nur die Novellierung des Sexualkundeunterrichts schon gegenüber den Kleinsten und die damit einhergehende Aushöhlung grundgesetzlich geschützten Elternrechts. Warum man da nicht mit in den Alarm einstimmte, nachdem die geistigen Klempner, aus deren Werkstätten diese Perversion stammt, einen mehr als zwielichtigen und zweifelhaften Hintergrund haben, ist mir nicht zu vermitteln. Man hat noch nicht einmal darauf hingewiesen, dass etwas mehr Zurückhaltung bei den Wegbereitern dieser Maßnahme, den Grünen, angesichts deren Pädophilie-Historie gut getan hätte. Ich will mich hier nicht verlieren, es wird nur deutlich, wie angepisst ich bin.

Als sich dann wieder einmal alles einig war, dass die wahre Gefahr von der AfD ausgehe, wozu alles gezählt wurde, was eine abweichende Meinung vertrat, und niemand sich selbst und sein Verhalten hinterfragte, schon gar nicht die dunkle Seite der Macht im Kanzleramt, war für mich klar, dass ich in einem Land, das den Marsch der 68er durch die Institutionen vollendet sieht und nun mit den Folgen leben muss, keinesfalls glücklich werde, zumal ich auch der Meinung bin, dass wir in der Hand von dogmatischen und unterdurchschnittlich qualifizierten und maximal durchschnittlich intelligenten Oberlehrern sind.

Das kann nicht sein und da sich ansonsten weit und breit im wahrsten Sinne des Wortes keine Alternative zeigt, vertraue ich bis auf Weiteres Leuten wie Prof. Meuthen, Alice Weidel und Frauke Petry. Schaun mer mal.


Aus der Präambel des Grundsatzprogramms:


Programm für Deutschland | Aus der Präambel
MUT ZU DEUTSCHLAND. FREIE BÜRGER,
KEINE UNTERTANEN.
Zusammengefunden haben wir uns als Bürger mit unterschiedlicher Geschichte und Erfahrung, mit unterschiedlicher Ausbildung, mit unterschiedlichem politischen Werdegang. Das geschah in dem Bewusstsein, dass es an der Zeit war, ungeachtet aller Unterschiede, gemeinsam zu handeln und verantwortungsbewusst zu tun, wozu wir uns verpflichtet fühlen. Wir kamen zusammen in der festen Überzeugung, dass die Bürger ein Recht auf eine echte politische Alternative haben, eine Alternative zu dem, was die politische Klasse glaubt, uns als „alternativlos“ zumuten zu können.
Dem Bruch von Recht und Gesetz, der Zerstörung des Rechtsstaats und verantwortungslosem politischen Handeln gegen die Prinzipien wirtschaftlicher Vernunft konnten und wollten wir nicht länger tatenlos zusehen. Ebenso wollten wir nicht länger hinnehmen, dass durch das Regime der EURO-Rettung längst überwundene Vorurteile und Feindseligkeiten zwischen den europäischen Völkern neu aufbrechen. Daher haben wir uns dafür entschieden, Deutschland und seinen Bürgern in allen Bereichen eine echte politische Alternative zu bieten.
Als freie Bürger treten wir ein für direkte Demokratie, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit, soziale Marktwirtschaft, Subsidiarität, Föderalismus, Familie und die gelebte Tradition der deutschen Kultur. Denn Demokratie und Freiheit stehen auf dem Fundament gemeinsamer kultureller Werte und historischer Erinnerungen. In der Tradition der beiden Revolutionen von 1848 und 1989 artikulieren wir mit unserem bürgerlichen Protest den Willen, die nationale Einheit in Freiheit zu vollenden und ein Europa souveräner demokratischer Staaten zu schaffen, die einander in Frieden, Selbstbestimmung und guter Nachbarschaft verbunden sind.