In jeder Will-, in jeder Maischberger- oder sonst einer dieser sogenannten Talk-Runden mit Inlandsbezug finden sich irgendwelche Facebook-Schnipsel, die einem der anwesenden AfD-Vertreter vorgehalten werden mit der Aufforderung, sich entweder zu distanzieren oder Buße zu tun.

Mein einziger Vorwurf an diese Leute ist, dass sie nicht das unerträgliche Schweigen der sogenannten Altparteien zu dem totalen Krieg geißeln, den eine sich über dem System, vor allem über dem Gesetz wähnende Straßenlinke allem erklärt hat, was aus ihrer Sicht "rechts" ist.

Das geht aktuell sogar der FAZ zu weit, wie dieser Artikel zeigt.

29.1.2016


Apropos Maischberger, apropos "Talk-Runde" - dieser Artikel gibt die versuchte Hinrichtung von Frauke Petry wieder, die Sendung habe ich mir daraufhin in der Mediathek angetan.

Wie Ralf Stegner, den selbst Merkels Demoskopie-U-Boot Güllner 2008 als jemanden beschrieb, der bei den Menschen als "Kotzbrocken" rüber komme, ungestraft seine Unwahrheiten und Platitüden an den Mann bringen konnte, von den moralisch und intellektuell kaum noch zu fassenden Statements Jakob Augsteins mal ganz abgesehen, geht auf keine Kuhhaut.

Petry musste Fragen von der Güte beantworten, ob Björn Höcke ein "Rassist" sei, ihr wurden aus dem Zusammenhang gerissene Erklärungen des JA-Vorsitzenden vorgehalten und ein Facebook-Eintrag eines offensichtlich beknackten Mitglieds, wofür der bereits abgestraft wurde. Die Behauptung Stegners, die Pegida habe bei dem Attentat auf die Kölner OB mitgestochen oder Bundesbürger seien von Ministern pauschal als "Pack" (und Schlimmeres) bezeichnet, blieb wie zu erwarten außen vor. Leider hat Petry da auch nicht reagiert.

Die FAZ hat diese Sendung sehr besonnen kommentiert, die Herren Stegner und Augstein abgewatscht und konstatiert, dass sie dank der Unfähigkeit der Ankläger ungewollt eine weitere kostenlose Wahlwerbung für die AfD war. Und das ist dann die gute Nachricht. 

29.1.2016


Hier der genaue Wortlaut des Interviews von Frauke Petry mit dem Mannheimer Morgen:

"Petry: Ich weiß genau, dass Sie mich zur Schlagzeile “Petry will Grenzzäune errichten” provozieren wollen.
MM: Wir wollen nur wissen, wie Ihr Plan aussieht. Wie sieht er aus?
Petry: Wir müssen natürlich genügend Bundespolizisten einsetzen und dürfen Zurückweisungen nicht scheuen. Dies muss notfalls auch mit Grenzsicherungsanlagen durchgesetzt werden.
MM: Wie hoch sollen die Zäune sein?
Petry: Sie können es nicht lassen! Schauen Sie doch mal nach Spanien. Die haben auch hohe Zäune.
MM: Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?
Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.
MM: Und wenn er es trotzdem tut?
Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.
MM: Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?
Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.
MM: Es gibt in Deutschland ein Gesetz, das einen Schießbefehl an den Grenzen enthält?
Petry: Ich habe das Wort Schießbefehl nicht benutzt. Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt. Entscheidend ist, dass wir es so weit nicht kommen lassen und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen den Flüchtlingszustrom bremsen."

Ich lasse hier Peter Sloterdijk unkommentiert zu Wort kommen:

“Journalisten sollten sich klarmachen, dass sie immer die dritte Partei sind, nicht Ankläger, nicht Verteidiger, nicht Darsteller, nicht Gegendarsteller. Ohne den Dritten sind die streitenden Zwei a priori verloren. Heute treten die Verwahrlosung im Journalismus, die zügellose Parteinahme allzu deutlich hervor. Wo gibt es noch eine Bemühung um Neutralisierung, um Objektivierung, hoch ausgedrückt um Vergeistigung? Die angestellten Meinungsäußerer werden für Sich-Gehen-Lassen bezahlt, und sie nehmen den Job an.”
März 2016



"Petry-Interview sorgt für Wirbel in den sozialen Netzen"  titelt T-Online hier und hat vollkommen recht damit.

Ein Tim Sebastian von "conflictzone", ich kannte weder ihn noch das Medium, was nichts macht, aber eines ist klar - alle die, die sich etwa über Twitter zu diesem Interview geäußert haben, in erster Linie der notorische und minderbegabte Ralf Stegner haben das Interview entweder nicht gehört oder nicht verstanden.

Ich habe es mir angehört und ich finde Petry beeindruckend angesichts der - sicher bewusst -. bohrenden und teils unfairen Fragen.

28.3.2016


Ich hoffe und denke, dass sich die katholische Kirche in einigen Jahren vor Scham winden, die Hände kneten und Hilfe von ganz oben erbitten wird, wenn man sie daran erinnert, dass sie die eigenen Schäfchen weltweit, die Mörderbanden ausgeliefert sind, im Stich gelassen und sich vielmehr im Sinne der Begrpredigt verpflichtet sah, auf die AfD einzudreschen. Die schießt ja auch nicht zurück.

Von dem völlig durchgeknallten Protestantenstadl fange ich gar nicht erst an. Herr Bedford-Strohm ist ein würdiger Frontmann dieser moralisch derangierten Kirchentags-combo, Frau Kässmann hat uns unlängst in Ansehung der brutalen Terroranschläge in Brüssel und Lahore aufgefordert, den Tätern "mit Liebe zu begegnen".

David Berger fand die richtigen Worte zu diesem Monumentalversagen. Und die wundern sich, dass ihre Kirchen immer leerer werden.


30.3.2016



Weil ich ihn schlichtweg für brillant finde, hier der gesamte Text eines Beitrages auf AchGut und nicht nur der Link:

Wegen Stegner in die AfD, wegen Höcke wieder raus
Von Wolfram Ackner.

Ich bin ein „besorgter Bürger“. Vermasseln Sie beim Vorlesen an dieser Stelle auf keinen Fall die richtige Intonation. Nicht, dass ein unbedarfter Zuhörer uns „besorgte Bürger“ versehentlich mit Menschen verwechselt, die eine nachvollziehbare Sorge umtreibt. Wir leben schließlich in hysterischen Zeiten. Einmal vergessen, an der richtigen Stelle die Stirn zu runzeln und verächtlichen Spott in die Stimme zu legen und schon haben Sie wegen ‚Verharmlosung des Faschismus‘ die Grüne Jugend im Nacken.

Ich bin - beziehungsweise ich war - AfD-Mitglied der ersten Stunde. Am selben Tag, als der Gründungsaufruf der AfD im Internet veröffentlicht wurde, stellte ich einen Antrag auf Mitgliedschaft. Die Themen, die mich damals umtrieben, waren der Euro und Europa. Ich möchte Ihnen keinen Bären aufbinden, indem ich so tue, als verstünde ich tatsächlich etwas von der Materie. Ich gehöre - wie die meisten „besorgten Bürger“ - zu den unspektakulären Leuten mit unspektakulären Jobs. Allerdings, wenn ich als ökonomischer Laie all das dröhnende Pathos um „das große europäische Einigungswerk‘ weglasse und die Argumente der Fachleute gegeneinander abwäge, dann überzeugen mich die Lucke, Henkel, Starbatty – und eben nicht Merkel, Gabriel, Lindner, Hofreiter, Lafontaine.

Und da 2013 in meinen Augen die finanzielle Zukunft Deutschlands und das friedliche Miteinander in Europa auf dem Spiel standen, trat ich in die AfD ein. Meine Hoffnung auf eine Art Friedrich Merz-CDU zerschlug sich allerdings ziemlich schnell. Die plakatierten Slogans waren plump, der Facebook-Auftritt zum fremdschämen, viele öffentliche Wortmeldungen – nun ja, nennen wir es ‚suboptimal‘. Ich blieb trotzdem dabei, allerdings machten es mir all diese Dinge unmöglich, an der Parteiarbeit teilzunehmen. Ich zahlte meinen Beitrag, hielt mich raus und hoffte darauf, dass es sich um Kinderkrankheiten handelte. Mit den Versuchen Björn Höckes einerseits, ideologische Pflöcke einzuschlagen, und den hektischen Eindämmungsversuchen des Lucke-Flügels andererseits wurde es allerdings schlimmer statt besser. Ich trat kurz vor dem offiziellen Bruch aus der Partei aus und hakte für mich das Thema AfD ab. Prädikat: unwählbar.

Tja, und dann war er plötzlich wieder da, in all seiner funkelnden Boshaftigkeit, und änderte alles - der gute alte verlogene DDR-Antifaschismus. Auf allen Kanälen, in allen Blättern flutete mir, dem wieder parteilosen Bürger, tendenziöse bis regelrecht bösartig-diffamierende AfD-Berichterstattung entgegen. Attacken auf Privatwohnungen, Brandanschläge auf Autos, Veröffentlichung von Privatadressen (darunter meine), anonyme Denunziationen bei Arbeitgebern. Es wurden Firmen unter Druck gesetzt, Geschäftsbeziehungen zu beenden. Wirte wurden bedroht, Panorama nötigte Unternehmen, ihre Werbung beim Online-Ableger der „Junge Freiheit“ einzustellen.

Um in Dresden Pegida von der Straße zu kriegen, wurden mit Steuermitteln Gegendemonstranten herangekarrt, wurde Schülern und Studenten zu verstehen gegeben, dass ihre Gegendemo-Teilnahme erwartet wird. In meiner Heimatstadt Leipzig sabotierte die Antifa Einrichtungen der Deutschen Bahn, attackierte mehrmals massiv die Polizei, verwüstete Straßenzüge, prügelte unter anderem zu sechst einen alten Mann mit einem Verdacht auf Schädelbruch ins Krankenhaus, (dessen einziges nachweisbares Vergehen darin bestand, dass er sich am Demo-Montag mit einem Dresdner Nummerschild verdächtig machte).

Ich habe mich immer als überzeugten Demokraten empfunden, aber wenn es sich tatsächlich so verhalten sollte, dass unsere alte, entspannte, liberale bundesrepublikanische Demokratie, die sich darauf beschränkte, einen Ordnungsrahmen zu setzen und sich ansonsten zurückhielt, wo der Nationalkonservative genauso seine friedliche Nische fand wie der schillernde Paradiesvogel, mir als Option nicht mehr zur Verfügung steht und man mir nur noch die Wahl lässt zwischen dem Narrenschiff Utopia, dass seine Insassen Tag für Tag zu neuen Gestaden der Fortschrittlichkeit prügelt, dabei Abweichler gnadenlos kielholend; und einem poltrigen, ungehobelten, stilistisch und rhetorisch uncharmanten nationalkonservativen Politikansatz á la AfD, dann bleibt mir keine andere Wahl, als mich für Notwehr und AfD zu entscheiden.

Und das sagt sehr wenig über die Substanz der AfD aus, und sehr viel über die anderer Parteien. Denn ich bin nicht im Herbst 89 auf die Strasse gegangen, um mir heute wieder von der Obrigkeit und ihren Sprachrohren verkünden zu lassen, was ich zu denken und zu fühlen haben, damit heute schon wieder alleine die linkesten der Linken entscheiden, welche Meinungen legitim sind und welche nicht, wer sein Recht zu demonstrieren wahrnehmen darf und wer nicht. Und wenn ihr tatsächlich wünscht, dass ich mir mein AfD-Kreuz nochmals überlege, dann kommt mit echten Argumenten und echten Angeboten, anstatt mit AfD-Wahlkampfhilfe à la Augstein/Stegner/Reschke. Auch wenn es euch offensichtlich schwerfällt, diesen Gedanken zuzulassen - aber die meisten „besorgten Bürger“ sind tatsächlich einfach nur das: Besorgte Bürger.

Und noch etwas: Wie schon erwähnt gehöre ich zu den Leuten, die schwitzend, ölverschmiert und dreckig im Maschinenraum des Deutschland-Dampfers schuften, um den Kahn am laufen zu halten. Ich habe fast meine gesamtes Berufsleben für Chefs mit türkischen oder jugoslawischen Wurzeln gearbeitet. Auf vielen Baustellen ist ein Ausländeranteil von 30 bis 50 Prozent normal, ohne dass das irgendein Problem für „uns“ wäre.

Das letzte allerdings, was wir brauchen, sind besorgte zwanzigjährige Linksintellektuelle, die uns schreibend mitteilen,„dass es auch Ausländer gibt, die hier Arbeitsplätze schaffen und das es ohne Zuwanderung nicht geht“. Denn im Gegensatz zu euch wissen wir das nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. Es ist nur eben nicht der springende Punkt. Der springende Punkt ist, dass wir schon jetzt ächzen, weil es sich schon viel zu viele Leute auf dem Sonnendeck der „MS Deutschland“ bequem machen, statt uns unten im Maschinenraum auszuhelfen. Und dieser Trend wird sich durch millionenfache geringqualifizierte Zuwanderung noch dramatisch verschärfen.

Wolfram Ackner (46) ist von Beruf Schweißer im Anlagen- und Behälterbau. Er lebt in Leipzig und schreibt neben seinem bürgerlichen Beruf Kurzgeschichten und andere Texte.

6.4.2016



Die männliche Alternative laut NZZ. Kritisch-sympathische Bestandsaufnahme zur AfD aus der Schweiz.

9.4.2016




Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen am 26.5.2016 zu N 24:

"Ich sehe weiterhin keine Anhaltspunkte für eine Beobachtung der AfD."



AfD-Facebookseite 30.5.2016:

Wir sind amüsiert.
Sigmar Gabriel wirft uns vor, wir seien zu feige, um uns mit den wirklich Mächtigen anzulegen.
"Wenn es am Geld fehlt, um Schulen zu sanieren, anständige Renten auszuzahlen und mehr Polizisten einzustellen, dann liegt das nicht an Zuwanderung oder an Muslimen, sondern beispielsweise an der Steuerhinterziehung von jährlich 150 Milliarden Euro."
Wir fragen uns: was hat Sigmar Gabriel eigentlich bisher davon abgehalten, gegen diese Steuerhinterziehung vorzugehen?
Er ist an der Regierung, die ‪#‎AfD‬ (noch) nicht.
Zu feige Herr Gabriel?



Einer, den ich einen ausgemachten Dummkopf nennen würde, wenn mich einer danach fragte, ist ein Mensch namens Raimund Hinko, laut "SPORT BILD" eine "SPORT BILD-Reporter-Legende".

Die Legende versuchte heute, noch auf den Boateng-Gauland-Express aufzuspringen, verpasste aber die Stufe und fiel mit der Schnauze in den Dreck, den die SPORT BILD jeden Tag produziert. Wer wissen will, was ich meine, lese diesen Artikel, über den ich zufällig gestolpert bin als ich nachschlug, ob es Neuigkeiten zu Schalke gibt.

"Nur Gauland würde sich nicht über Sané freuen", wenn der zu Bayern wechselte. Gauland wird als Rassist dargestellt. Höhepunkt der Realsatire ist dieser Satz: "Also beim Augenlicht meiner Katzen: Es ist undenkbar, dass die Kollegen von der FAS sich das alles ausgedacht haben".

Das hat der allen Ernstes geschrieben.

Ich rekapituliere:

Die FAS machte am Sonntag mit der Schlagzeile auf, Gauland habe in einem Interview mit zwei Redakteuren Jerome Boateng mit dem Satz beleidigt, "die Leute" schätzten zwar den Nationalspieler Boateng, hätten ihn aber nicht gern als Nachbarn. Natürlich war die FAS auch gleich in München gewesen, um die Nachbarn zu befragen, die sich nur positiv über Boateng äußerten. Gauland sei also ein Rassist, der Boateng zwingend wegen seiner Hautfarbe ablehne, denn Boateng sei Sohn einer deutschen Mutter, in Deutschland geboren und Christ. Man musste glauben Gauland habe Boateng selbst zum Thema gemacht. Auch ich war entsetzt.

Gauland wies die Anschuldigungen zurück und hinterließ in seiner nachvollziehbaren Erschütterung keinen souveränen Eindruck. Das Urteil war schnell gesprochen, ich spare mir die ganzen heuchlerischen Vorverurteilungen.

Dann gab es gestern die ersten Risse im Putz. Die Redaktion verkündete über Twitter trimumphierend, gesagt sei gesagt, man habe alles auf Band, um dann kurz darauf einzugestehen, man habe das corpus delicti doch nicht auf Band, es befinde sich aber in den Notizblöcken beider Redakteure, was ja echt ein toller Beweis ist.

Noch besser wurde es abends. Alice Weidel teilte "heute" von 19:00 Uhr via ZDF-Mediathek und Facebook und wies darauf hin, dass bei Minute 12:00 der Redakteur Lohse erstmals einräume, dass die Redakteure den Namen Boateng erst ins Spiel gebracht hätten, der Name sei von ihnen, nicht von Gauland gekommen.

Jetzt brachen die Dämme, weil immer klarer wurde, dass die FAS Gauland vorsätzlich eine Falle gestellt hatten.

Der Deutsche Journalistenverband verurteilt die Kollegen von der FAS heute mit noch nie dagewesener Wortwahl und schließt diesen Artikel mit den Worten:

"Ob es um 15 Minuten Ruhm ging oder ob eine politische Kampagne gegen die AfD gezündet werden sollte, ist jetzt völlig egal. Die FAS/FAZ hat sich ganz schön vergallopiert und der langfristige Schaden ist kaum abzuschätzen.

Viele Leser erinnern sich gerade in den Foren an die Kampagne gegen die AfD mit dem angeblichen Schießbefehl von Frauke Petry im „Mannheimer Morgen” und riechen eine Verschwörung gegen die AfD durch die deutschen Medien. Wie bei Petry haben Journalisten abermals alles daran gesetzt, dass ein prominentes Vorstandsmitglied der AfD in ein schlechtes Licht gestellt werden sollte. Die Frankfurter haben dem Journalismus großen Schaden zugefügt.".

Gestern dieser von David Berger geteilte, vorzügliche Artikel.

Ähnlich vernichtend der Branchendienst Meedia heute in diesem Artikel.

Klar ist nun, was offensichtlich geplant war - man wusste selbst um die private Lebensgeschichte von Jerome Boateng, ging aber davon aus, dass Gauland sie nicht kennen würde, da er sich bekanntermaßen nicht für Fußball interessiert.

Der Name Boateng eigent sich für jeden einigermaßen Informierten überhaupt nicht für das Thema "Zuzug nac hDeutschland". Das macht nur Sinn, wenn man maximalen Schaden anrichten und jemanden besonders klar als Rassisten an den Pranger stellen will. Daher dann auch die Schlagzeile und die Besuche in der Nachbarschaft Boatengs. Perfider geht´s nicht.

Gauland ist vorzuwerfen, dass er zu vertrauensselig war und nicht auf Autorisierung bestanden hat. Einem Profi wie ihm sollte das nicht passieren.

So, und jetzt genieße man noch mal das wirre Gefasel der Legende.

Oder das auf Twitter von Ralf Stegner, dem roten Hofnarren:

"AFD-Vize Gaulands saudummes rassistisches Zitat über Fußballer Boateng folgt PR-Strategie permanenter Provokation für öffentliche Dominanz."

31.5.2016



Von der AfD-Facebookseite:

Zur dramatisch gestiegenen Zahl der Asylbewerber aus Tschetschenien erklärt der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland:
„Das Innenministerium gibt aktuelle Migrationszahlen bekannt, die eine erschreckende neue Bedrohung offenbaren: Die Zahl der aus Tschetschenien stammenden Asylbewerber ist in den letzten Monaten dramatisch gestiegen. Auch die Route ist neu: Laut BMI kommen die tschetschenischen Asylbewerber über Polen zu uns.
Die polnische Regierung sollte vor diesem Hintergrund nicht den Fehler vieler anderer EU-Mitgliedsstaaten begehen und die Migranten einfach nach Deutschland weiterschleusen. Das würde die Asylkrise weiter verschärfen und die deutsch-polnischen Beziehungen belasten. Vielmehr wäre es geboten, angesichts der neuen Migrantenroute, es den Ungarn gleich zu tun und die Grenzen zu sichern.“

31.5.2016


Jürgen Rüttgers ("Kinder statt Inder") ist überraschend aus seinem politischen Koma erwacht und hat zu sprechen begonnen.

"Die AfD ist deutschlandfeindlich, europafeindlich, ausländerfeindlich, islamfeindlich und demokratiefeindlich"


Blablablabla. Wie originell. Und so neu.

Der Herr Leggewie spricht im Beitrag von "Halbfaschisten". Welche Hälfte von Frau Petry faschistisch ist und welche nicht, verrät er uns leider nicht.

Ich sag´ immer, wenn das alles ist, wird´s nicht allzu schwer.

2.6.2016